Kassandrenrufe

"connecting the dots" – für mündige Bürger

Resignative Tirade

Ich gestehe es ein: lange habe ich nichts mehr hier im Blog oder anderswo veröffentlicht. Die Rasanz, mit der dieses Land und alle seine konstitutiven Grundsätze zerstört werden, ließ mich weitgehend rat-, atem- und lustlos zurück. Ist es nur der späte Herbst, der mich in diese melancholische Stimmung versetzt und mir dieses Eingeständnis abzwingt ? Was kann man schon tun, wenn im Irrenhaus Deutschland die Patienten die Macht übernommen haben und ihren Wahnvorstellungen langsam alle tragenden Elemente zum Opfer fallen ? Wenn die (vollverschleierten ?) Aasgeier des Islam schon kreisen und damit beginnen, die Beute des verwesenden Deutschland untereinander aufzuteilen ?

Liebe Leserinnen und Leser, ich gestehe es Ihnen hier mal offen ein: heute habe ich zum ersten Male seit Monaten wieder geweint. Minutenlang liefen mir die Tränen das Gesicht herunter. Was war geschehen ? Ein lieber Freund oder Verwandter gestorben ? Mein Lieblingsverein aus irgendeiner Liga abgestiegen ? Nein. Es war etwas ganz simples. Ich hörte mal wieder ein Lied, das ich fast schon wieder vergessen hatte. Einen ganz simplen Popsong, in dessen Text aber eine Künstlerin ihre Trauer über das unfreiwillige Exil verarbeitet. Ich nenne Titel und Künstlerin ganz am Ende des Textes, bitte bleiben Sie solange bei mir, vielleicht verlinke ich ja sogar ein Video von youtube.

Wie auch immer: ich fühlte mich im Herzen getroffen, als ich hörte, wie jemand seine Heimat so im Herzen, in der Seele, auf jeder Ebene der eigenen Existenz vermisst. Wie jemand seine Heimaterde „heilig“ nennt. Natürlich kommen einer Deutschen mit einem Rest an Bildung dabei die letzten Worte vor dem Erschießungskommando, die dem Widerstandskämpfer Stauffenberg zugeschrieben werden, in den Sinn: „Es lebe das heilige Deutschland.“ Ja, genau diese Worte, die in unserer Zeitgeist-Geschichtsschreibung dieser Tage ebenso unter den Tisch geworfen werden (sie fallen nicht von alleine !) wie die zutiefst christliche Gesinnung etwa der Geschwister Scholl. Deutschland zu lieben oder gläubiger Christ zu sein passt einfach nicht mehr ins gegenwärtige Weltbild unserer „Eliten“. Da werden dann Widerstandskämpfer lieber daraufhin durchleuchtet, ob sie etwa homo- oder bisexuell waren. Man müsste lachen, wenn es nicht alles so abgrundtief eklig wäre.

Eklig, wie etwa die Gesellschaftsingenieure in Politik, Kirchen, Hochschulen und Wirtschaft alle tragenden Elemente des sozialen Gefüges Deutschlands unter frohem Gejohle und mit selbstgerechter Spießermiene schreddern (neudeutsch: „dekonstruieren“), nur um zuzusehen, wie schön die zerfetzten Fasern vom Zeitgeist-Wind hinundher getrieben werden. Derweil müssen wir uns mit Themen auseinandersetzen, die an Brechreiz-erzeugender Qualität keine Grenzen mehr kennen.

Seit Wochen etwa läuft eine öffentliche Diskussion über sog. „Kinderehen“ im Lande. Und die Frauenverbände und Kinderschützer, die sonst bei jedem schrägen Kommentar („süße Maus“) in Hysterische Veitstänze vor „gerechtem Hass“ geraten, schweigen. Sie haben instinktiv erkannt, dass es sich hier um ein mit den Millionen „refugees“ importiertes Problem handelt und wollen weder Allah noch die „Mutter der Nation“, Frau Merkel, gegen sich aufbringen. Rückgratlos und widerlich. Wenn dann auch noch aus der Bundesregierung (Heiko Maas, Frau Özoguz) und dem evangelischen Sündenpfuhl, der sich bis auf weiteres noch Kirche nennt, gewisse Sympathien für diese Form des Kindesmissbrauchs signalisiert wird, kann ich mal wieder gar nicht so „ville fressen, wie ick kotzen möchte“, um Max Liebermann zu zitieren.

Und weiter gehts im Text mit Dingen wie Terrorismus, der für die Betonköpfe Marke Maas und Stegner immer nur „rechte Gewalt“ sein kann oder den Überlegungen Berliner rot-rot-grüner Wirrköpfe, das Landesamt für Verfassungsschutz präventiv gleich mal ganz abzuschaffen. Damit eben keiner mehr da ist, der gegen islamische oder auch mal linke Gewalttäter ermitteln und diese dingfest machen kann. Eine Absage an den „wehrhaften“, den wahren Rechtsstaat, der seine juristischen Normen, die zumeist leidvollen Erfahrungen entsprangen, auch verteidigen können muss. Und auch verteidigen wollen ! Vielleicht werden diese Herr- und Damenschaften dann nur noch eine Behörde zur Kontrolle „Rechter Gewalt“ dulden, um endgültig zu beweisen, auf welchen Augen unser Staat mittlerweile weitgehend blind ist.

TERRORIST2Nicht, dass ich mich über die verschiedenen, vereitelten, islamischen Terroranschläge in Deutschland nicht freuen würde. Auch die Tatsache, dass sich einer dieser Dschihadisten, der besonders offen seinem Geschäft des Ausspähens „weicher Ziele“ nachging (Flughäfen in Berlin),  nach seiner Verhaftung im Polizeigewahrsam selbst getötet hat, ließ bei mir keinerlei Bedauern aufkommen. In dem Buch, dass er und seine Millionen Gesinnungsgenossen für „korrupt“ halten, steht nämlich: „wer durch das Schwert lebt, wird durch das Schwert umkommen“. Anders gesagt: wessen einziger Lebenssinn der Terror ist, der bekommt auch nicht mehr. Basta. Dass dieser Herr aber in Berlin eine „angemessene, muslimische Bestattung“ erhält, weil Sachsen (dankbarerweise) solchen Mist noch untersagt, ist schon bezeichnend. Wenn rot-rot-grün so schön am Wirken ist, wird wahrscheinlich jeder Zuwanderer, der auf seinem Antragsformular unter „Grund des Aufenthalts“ angibt „Terror für das globale Kalifat“ einen kleinen Beutel mit Sprengstoff umsonst erhalten. Wir schaffen uns schneller ab, als Sarrazin es auch nur ahnen konnte.

Unlängst wurde ein Lehrer an einem privaten Bildungsinstitut mit jahrhundertealter Tradition innerhalb der Probezeit gefeuert. Nach etwa drei Wochen. So lange hatte es die freiwilligen Denunzianten und Religionswächter der political-correctness gekostet, um herauszufinden, dass der ansonsten untadelige Chemielehrer, wie es gerade erst das Lokalfernsehen berichtete, eine „rechte Gesinnung besitze und an rechten Kundgebungen teilgenommen“ habe. Ich weiß, ich weiß. Ein privater Bildungsträger kann in der Probezeit ebenso einen Angestellten grundlos feuern wie der Angestellte ebenso grundlos kündigen kann. Die Tatsache, dass der Kündigungsgrund hier aber genannt wurde und Zweifel an der pädagogischen Qualität des Lehrers geäußert wurden, lässt nur einen Schluss zu: Berufsverbote für „böse Rechte“ ! Was hatte der Mann eigentlich getan ? Er war auf Demos der „Bärgida“ mitmarschiert und ist wohl auch Mitglied der AfD. Soweit sind wir also wieder: „Nazis Raus“ aus dem Job. Raus auch aus ihren Freundeskreisen, Sportvereinen, Fanclubs, usw.

Sie glauben, ich übertreibe ? Fanclubs diverser Fußball-Vereine haben bereits mehr als deutlich gemacht, dass sie keine AfD-Mitglieder in ihren Reihen haben wollen (allen voran: Borussia Dortmund und die notorisch linken Fans von St. Pauli natürlich). Nur ein Beispiel für die soziale Ausgrenzung von „Rechten“, die wahrscheinlich viele Menschen persönlich trifft, obwohl vor allem die „falsche Meinung“ das Ziel war. Nein, ich bin kein Parteimitglied irgendwo und auch nicht für das öffentliche Demonstrieren jenseits bestimmter, sehr eng ausgewählter Themen bekannt. Dennoch kann ich nicht glauben, was da gerade unter dem munteren Gejohle von Heiko Maas, Ralf Stegner und Co. gerade im Merkel-Land (ich mag irgendwie nicht mehr Deutschland dazu sagen) passiert. Und diese Frau will uns auch noch eine weitere Kandidatur zumuten. Noch vier Jahre „Mutti-machts-wie-rot-rot-grün-nur-etwas-langsamer“ braucht doch eigentlich niemand hier.

Womit ich jetzt abschließend bei den Oden an ihre Heimat Kuba angekommen bin, die Gloria Estefan schon vor vielen Jahren veröffentlichte. Ist es die Fremdsprache, oder die Ehrlichkeit, die aus Liedern wie „mi tierra“ oder „cuba libre“ spricht, die mir immer mehr bewusst macht, wie brutal „mein Land“, wie mein Deutschland mir gerade unter den Füssen weggezerrt, aus den Händen gerissen wird und die Möglichkeiten, sich gegen diesen Wahnsinn zu wehren, bald gegen Null tendieren ? Ja, man könnte natürlich AfD wählen. Als „hallo, wach“-Signal und „Denkzettel“ sozusagen. Nur, um dann umso sicherer auf allen Ebenen die Volksfront aus rot-rot-grün zu bekommen. Oder schwarz-grün, was eigentlich dasselbe ist. Die Zielrichtung in Sachen Gender, Islamisierung, Auflösung des Rechtsstaates und „Kampf gegen Rechts“ ist bei beiden Kombinationen eigentlich dieselbe. Die Nuancen praktisch nicht mehr existent. Man schaue sich nur mal diesen unsäglichen Herrn Tauber von der CDU an. Jeder Tag, an dem niemand in die CDU-Zentrale nach Berlin fährt und ihm dort das Gesicht mit einem Schlagutensil breitmacht, ist für den doch ein Geschenk Gottes, für das er dankbar sein müsste. Ein schleimiger Funktionär eben, der genausogut für SPD oder Grüne arbeiten könnte.

Also, ich habe heute keine Tränen mehr. Deshalb hier zwei Videos für Sie, liebe Leserinnen und Leser.

 

 

Gute Nacht, Deutschland. Du warst mal zu etwas Nutze und hattest ein spannendes Leben. Guten Morgen, Almanistan.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 05/11/2016 von in Zustand der Nation.
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