Kassandrenrufe

"connecting the dots" – für mündige Bürger

Wir waren eben NICHT Charlie…

Noch dem letzten, von naiver „Weltoffenheit“ verblindeten „Gutmenschen“ muss es am Freitag, den 13. November 2015 klar geworden sein: Die Welt befindet sich im Krieg. Wer bei der Übertragung des Fussball-Freundschaftspieles zwischen Frankreich und Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes „den Schuss nicht gehört“ hat, der stopft sich bewusst und in zweifelhafter Absicht die Ohren zu. 

CHARLIEDenn zweimal knallte es gewaltig während der TV-Übertragung und der im Stadion anwesende, französische Staatspräsident Hollande war nach der Halbzeit nicht mehr zu sehen. Das konnte nichts Gutes bedeuten. Hat es auch nicht. Zum zweiten Male innerhalb eines Jahres wurde Frankreich, wurde Paris von Anschlägen erschüttert, über deren Urheber man wirklich nicht lange spekulieren muss, da sie sich nur allzugerne selbst positionieren. Mit den üblichen „allahu akbar“-Rufen z. Bsp. Das ganze Szenario erinnert nur allzusehr an den Alltag in Israel, über den wir hier durch unsere Medien zumeist nur erfahren, wie die IDF oder sonstige Sicherheitsorgane auf ähnliche Anschläge reagieren.

Ist auch nur EINEM, einem einzigen europäischen Politiker der Gedanke gekommen, dass all die Schmutzkampagnen gegen Israel in unseren Medien oder die durch „Boykott-Initiativen“ ausgelösten Kampagnen, dem Alltag in Jerusalem, Tel-Aviv, Beerscheba usw. nicht auch nur annähernd gerecht werden ? Jetzt nähert sich der blutige Dschihad, dem Israel sich praktisch seit seiner Gründung gegenübersieht, auch uns. Denn, machen wir uns doch nichts vor, liebe Leser, Paris ist nicht SOOOOOOOOOOO weit von Deutschland entfernt, wie manche das gerne möchten. Nein, Kommentatoren unterschiedlichster Medien haben in den letzten Tagen, den letzten Stunden gar, darauf hingewiesen, dass die Attacken auf Charlie Hebdo, den jüdischen, koscheren Supermarkt, die Konzerthalle Bataclan etc. Angriffe auf das „westliche Selbstverständnis“ auf unsere Art zu leben und zu denken sind. Das Massaker bei Charlie Hebdo richtete sich gegen die „westliche“ Meinungs- und Kunstfreiheit, die Attacke auf den Supermarkt war blanker Judenhass und wenn man es mag, kann man die Geiselnahme im Bataclan als Angriff auf „nicht-schariakonforme“ Dinge wie Musik und Lebensfreude bezeichnen. Vom 11. September 2001 mal ganz abgesehen, der als „Start-Signal“ der Terrorwelle, die seitdem durch die zivilisierte Welt rollt*, gleich mal den „Kapitalismus“ als Ziel hatte und somit auch bei europäischen Linken durchaus Wohlgefallen fand und findet.

Was tat der Sozialist Francois Hollande angesichts des Terrors ? Richtig, zu seinen ersten Abwehrmaßnahmen gehörte es, die Grenzen zu schließen. Halleluja, ein Linker versteht, allerdings erst, nachdem es über hundert tote Landsleute an einem Tag gab, die Zeichen der Zeit: Nein, Frau Merkel, wer „für alle offen ist“ ist tatsächlich nicht ganz dicht. Dieser Freitag, der 13. hat das bewiesen. Derselbe Tag, an dem ich im Videotext ein weiteres Mal lesen durfte, dass Sie an ihrer Zuwanderungs- und Asylpolitik bis zum bitteren Ende festhalten wollen. Das bittere Ende sehen wir in Frankreich, wo sich Millionen muslimischer Zuwanderer aus dem Maghreb in ihrer „Opferrolle“, in ihren „banlieus“ so gemütlich eingerichtet haben. Eine Opferrolle, die ihnen angeblich von der „rassistischen“, bürgerlichen Gesellschaft Frankreichs zugewiesen wird. Von dieser Position aus macht es scheinbar Spaß, Dschihadisten und Massenmörder zu bejubeln (Mohammed Merah, den Kinder-Killer von Toulouse z. Bsp.), die eigenen Wohnviertel in Scharia-konforme Zonen zu verwandeln (und damit de facto aus dem französischen Staatsgebiet, wo die Verfassung gilt, auszugliedern), Terroristen Unterschlupf und Obdach zu gewähren und ewig über die Benachteiligungen von tunesisch- oder algerischstämmigen Jugendlichen zu lamentieren.

Und diese Tendenzen sehen wir doch auch in Deutschland nur zu deutlich. Parallelgesellschaften muslimischer Zuwanderer, die nicht die geringsten Absichten haben, auf ihr Gastgeberland, auf die Kultur und die Befindlichkeiten von dessen Bürgern zu- oder darauf einzugehen. Islamverbände, die außer Forderungen nach mehr „Rücksichtnahme“ (sprich: „lasst uns in Ruhe, wir Muslime machen das schon, kümmert euch um was anderes, Kuffar“) seitens der Mehrheitsgesellschaft und nach Sonderregelungen für ihre Religion, welche die Fundamente unserer Verfassung und damit unseres Staates aushölen (Gleichheit vor dem Gesetz ? Nun, Muslime sind oft gleicher, weil sie ja mit so viel „Diskriminierung“ leben müssen, usw.) nichts zum gesellschaftlichen Diskurs beitragen. Von einer aktiven, offensiven Aufforderung an die Mitglieder ihrer Moscheevereine, sich positiv und konstruktiv in die deutsche Gesellschaft einzubringen, ganz zu schweigen. Und von unserm „geliebten Führer“ Erdogan, der für Wahlkampfauftritte immer so gerne nach Deutschland kommt, um die Deutsch-Türken, die um nichts in der Welt ihren türkischen Pass aufgeben würden, so recht von Herzen aufzuhetzen und Integration mit Rassismus gleichzusetzen, fange ich gar nicht erst an. Wo das endet, wage ich mir tatsächlich auszumalen: bei einem Freitag, den 13. in Berlin, Leipzig, Hamburg, München, Stuttgart oder wo auch immer.

Denn die Tatsache, dass Deutschland eben bisher keinen größeren Anschlag seit dem 11. September 2001 erlebt hat, haben wir nicht der „macht hoch die Tür das Tor macht weit, es kommen die Hilfsbedürftigsten der Hilfsbedürftigen“-Politik von Frau Merkel zu verdanken, sondern der Umsicht unserer Sicherheitsbehörden und deren einstmals guter Vernetzung mit ausländischen Diensten wie der NSA und dem Mossad. Dass aber US-Behörden angesichts diverser, politischer Hassgebärden und „Leaks“ aus Deutschland schon seit ca. 2 Jahren mit der Weitergabe von Informationen eher vorsichtig sind und auch der Mossad nicht mehr alles preisgibt, was er weiß, muss uns besorgt stimmen. Ich persönlich warte auf einen „Charlie-Hebdo“ oder „Freitag, der 13“-Anschlag auf deutschem Boden schon länger und vermutlich nicht mehr lange umsonst. Das wird kommen, vielleicht haben das auch die Zuschauer des schon erwähnten Fussball-Spieles jetzt endlich kapiert.

Paris_securiteWer sich also nach den „Charlie-Hebdo“-Massakern vom Jahresbeginn 2015 so medienträchtig hinstellte und die Gewalt und den Hass anprangerte, die diesen Attentaten zugrundeliegen, der hätte aus dieser Haltung heraus eben auch Konsequenzen ziehen müssen als politisch Verantwortlicher. Aber nur allzuschnell gingen alle wieder zum Tagesgeschäft über. Außer bei „Charlie-Hebdo“ selbst natürlich, wo es keine Mohammed-Karikaturen mehr gibt. Auftrag ausgeführt, Dschihadisten. Ihr habt ein Teilziel erreicht, nämlich die Kritik und das Verballhornen des Islams zu unterbinden.
Während die Politik, gerade hier in Deutschland, offenbar den Schluss zog, dass, wenn der Terror schon so nahe ist, man doch noch mehr Muslime aus Nahost und Afrika importieren müsse. Dann wäre der Prozentsatz der Dschihadisten unter den hier lebenden Muslimen wieder geringer. Absurd, nicht wahr ? Dass man darüber gleich mal die Geduld der europäischen Partner überstrapaziert, geltendes Recht außer Acht lässt und die deutsche Bevölkerung (übrigens die MIT und OHNE Migrationshintergrund gleichermaßen!) auf Gutsherrenart vor vollendete Tatsachen stellt, kam offensichtlich den Merkels, Maas, Fahimis, Gabriels, Roths etc. dieser Republik nicht in den Sinn. Und selbst wenn, darauf „sch….“ sie doch bis heute. Lieber werden beunruhigte Mitbürger als „Pack, Mischpoke, Nazis in Nadelstreifen, Schande für Deutschland, Dunkeldeutschland, Latenznazis, empathielos, etc.“ beschimpft. Da kann das Vorschulkind im Politiker so recht mit Schlamm werfen. Bei entsprechender Antwort der Beschimpften kann man dann ja die volle Breitseite der rechtsstaatlichen Möglichkeiten auf diese „Dunkeldeutschen“ herabfeuern. Erst gestern las ich von einer gezielten Aktion der Berliner Polizei mit dem Staatsschutz gegen „Facebook-Hetzer“, wo in diversen Berliner Wohnungen smartphones, Computer u. ä. konfisziert wurden. Danke, Heiko Maas, Deutschland ist wieder sicher….

Zwar nicht unbedingt vor Anschlägen wie denen von Paris am Freitag, den 13. November 2015, aber doch vor kritischen Kommentaren zur Asyl- und Zuwanderungspolitik der Regierung Merkel, vor bürgerlichem Unwillen und einem gar zu breit gefächerten, öffentlich diskutierten Meinungsspektrum. Nein, ganz offensichtlich sind wir NICHT „Charlie Hebdo“, sonst spürten wir die Kalaschnikow in unserem Bauch, das Messer an unserer Kehle und den Sprengstoffgürtel in unserem Rücken.

In diesem Sinne: Frohe Adventstage, fragen wir mal die Bürger von Stockholm, ob sie den Weihnachtsdschihad-Anschlag auf ihren Weihnachtsmarkt von 2010 schon vergessen haben.

Ihre

Kassandra Pugatshowa

* Wir vergessen ja gerne die Anschläge, die irgendwo nur ein paar Scheiben zerstörten oder „nur“ wenige Tote und Verletzte hervorbrachten. Aber die Anschläge von London, Madrid, Brüssel, Stockholm, Frankfurt (Arid Uka, haben Sie vermutlich schon vergessen), haben jeden, der noch 1 und 1 zusammenzählen kann, ernüchtert.

P.S.: Viele meiner Bekannten schimpfen ja gerade auf die USA. Aus ganz verschiedenen Gründen. Weil diese „anti-russisch“ ist, weil diese „zuviel mit den islamisch-fundamentalistischen Staaten wie Saudi-Arabien kungelt“ oder weil sie die „deutsche Politik noch immer am Gängelband halten“ etc. Ich persönlich habe schon mehr als einmal klargemacht, dass ich viele dieser Phänomene anders bewerte und vieles davon ausschließlich der derzeitigen, tatsächlich hahnebüchen dümmlichen Obama-Administration anlaste. Aber aus den USA kommt auch die von mir so sehr geschätzte Tradition der Verantwortung. Thomas Jefferson, dem dritten Präsidenten der USA, wird folgendes Zitat zugeschrieben, dessen Brisanz jeden Tag deutlicher wird: „Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit.“ Das ist die andere Seite unseres „Wer in der Demokratie schläft, wird in der Diktatur aufwachen.“ Ich denke, allzuviele Verantwortungsträger in der deutschen Gesellschaft schlafen. Wurden sie am Freitag, den 13. November 2015, wachgebombt ? Das sollten wir genau beobachten und dementsprechend bei allen kommenden Wahlen unsere Kreuzchen machen.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 14/11/2015 von in clash of civilizations, Politik_allgemein, Sport und Gesellschaft, Zeitgeist.
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