Kassandrenrufe

"connecting the dots" – für mündige Bürger

Alles „voll Nazi“ oder was ?

Wissen Sie, was mir derzeit so richtig auf die Nerven geht ? Der inflationäre Gebrauch des Begriffes „Nazi“. Alles ist „voll Nazi“, wobei diejenigen, die so argumentieren, damit zumeist nur zeigen, dass sie argumentativ am Ende sind. Die schon sprichwörtliche „Nazi-Keule“ als ultima ratio der Geist- und Hilflosen. Ein paar Beispiele für „Nazi“ gefällig ?

Es ist „voll Nazi“, wenn

  • jemand im Fernsehen die Flagge Schwarz-Rot-Gold zeigt, (oh, oh, der Diskuswerfer Robert Harting bekommt bald Probleme),
  • jemand den Staat Israel NICHT kritisiert,
  • jemand sich FÜR das Lebensrecht und GEGEN neue Formen der Euthanasie engagiert,
  • jemand sich in einer Bürgerinitiative GEGEN das Konfrontieren von Kleinkindern mit sexuellen Perversionen einsetzt,
  • jemand auf die Nähe islamischen Judenhasses zur NS-Ideologie hinweist,
  • jemand offensichtliche Tatsachen, wie die Existenz von zwei Geschlechtern in der Art „homo sapiens“, NICHT leugnet,
  • jemand den Begriff „KZ“ auf einer Kundgebung benutzt, ganz gleich in welchem Kontext,
  • jemand auffällt, dass mit den Flüchtlingen auch Islamisten ins Land kommen, die dann wieder
    Christen in ihren Wohnheimen drangsalieren und diskriminieren, weil sie es aus ihren Heimatländern nicht anders kennen,
  • jemand als stellvertretender Chefredakteur einer Wochenzeitung einen Kommentar veröffentlich, in dem es nicht um das „nahtlose Gelingen der Integraton muslimischer Zuwanderer“ geht…

PinkelnaziSie ahnen es, liebe Leser, diese Liste ließe sich im Namen des gesellschaftlichen „Gleichschaltens“, des social-mainstreamings, auch „political correctness“ genannt, endlos weiterführen. Und wir spielen alle brav mit. Als BILD-Leser, CDU- oder Grünen-Wähler, ARD-ZDF-Pro7/SAT1-Glotzer, …. holen wir uns alle täglich unsere Portion „das darf man denken, dies darf man nicht, das darf man sagen, dies nicht mehr“ ins Haus und ins Hirn. So werden wir ganz langsam, ob wir wollen oder nicht, im Sinne bestimmter Politkreise „eingenordet“. Und dafür nutzt die politisch-mediale-Oligarchie tatsächlich immer absurdere, widerliche und vermutlich sogar rechtswidrige Mittel.

So wie den „Facebook-Pranger“, der vor einigen Tagen Nutzer dieses sozialen Netzwerkes, die nicht ins „everybody´s welcome“-Geheule einstimmen und eine skeptische Grundhaltung zur derzeitigen Politik dort zum Ausdruck bringen, mit Klarnamen und Adresse in der BILD-Zeitung zum Abschuss durch Arbeitgeber, Freundeskreis, die „Antifa“ und die Staatsanwaltschaft freigab. Denn diese unzufriedenen und unbequemen Menschen sind natürlich alle „Hetzer“, oder wie es die „Huffington Post“ andeutete: geistig krank. Ach, ja. Dass durch BILD massivst das Recht auf „informationelle Selbstbestimmung“ verletzt wurde und man eigentlich die Redaktion des Blattes deshalb anzeigen sollte, verstünde sich in einem funktionierenden Rechtsstaat natürlich von selbst. Aber in der Hysteriokratie der Angela M. darf bedenken-, gewissen- und konsequenzenlos auf alles eingedroschen werden (ja, das ist auch wörtlich zu verstehen, fragen Sie mal einige Pegidisten oder AfD-Wahlkämpfe, was die für Stories erzählen, die NIE in die überregionalen Medien kamen), was als „rechts“ wahrgenommen wird. Und was „rechts“ ist, definiert eben die Linke im Land. Linkspartei, Grüne, SPD und diverse NGOs für „Antirassismus“, „Toleranz“ etc. Da wurde der Bock zum Gärtner gemacht, der jetzt die einstmals blühenden Werte von Meinungsfreiheit, Rechtsgleichheit, Versammlungsfreiheit, Bürgerrechten und Unverletzbarkeit der Person „kahlfrist“ und aushölt. Gegen „Nazis“ ist alles erlaubt. Was ich emotional möglicherweise noch verstünde, wenns denn wirklich Nazis wären. Aber hier bastelt sich die Linke einen Popanz zurecht, auf den man ungestraft einprügeln kann (s. o. das ist wörtlich zu nehmen), um sich selbst zu erhöhen und besser zu fühlen.

Dass gleichzeitig ein Film im Kino läuft, der „er ist wieder da“ heißt und Adolf Hitler auf fröhlicher Rundreise durchs Deutschland 2015 zeigt, erwähne ich übrigens nur am Rande. Wenn ein Akif Pirincci ein „böser Nazi“ sein soll, was ist dann der Produzent dieses Machwerkes ? Ja, ja, ich weiß, man muss über Hitler lachen können. Charlie Chaplin wusste das schon 1939, als er begann, den „Großen Diktator“ zu planen und zu drehen. Aber auch der begnadete Komödiant Chaplin hat das später bereut, weil er dem Grauen des Nazi-Regimes in seiner Parodie auf Hitler nicht gerecht wurde, vielleicht gar nicht werden konnte. Es ist also spätestens seit dieser Zeit ein zwiespältiges „Vergnügen“ die Nazi-Diktatur zu karikieren, zumal filmisch. Und es ist blanke, bodenlose Heuchelei einem anerkannten Journalisten und Schriftsteller wie Akif Pirincci, gegen den die hierzulande tonangebende, politische Linke wegen seines Migrationshintergrundes lange eine „Beisshemmung“ hatte, die Worte im Munde umzudrehen, wenn er befürchtet, dass Dissidenten und Regierungkritiker vielleicht bald wieder in Lager gesteckt werden könnten. Ist das angesichts von Zuchthäusern wie Bautzen und Brandenburg oder angesichts des Schießbefehls, angesichts der Weiternutzung von Lagern wie Sachsenhausen oder Buchenwald durch die Sowjets unmittelbar nach dem Kriege wirklich so undenkbar ? Ich finde, nicht. Was wirklich bodenlos ist, ist übrigens auch die Distanzierungsorgie, die sich über Herrn Pirincci ergossen hat. Bachmann, Nikolaus Fest und Udo Ulfkotte samt seines Verlagsleiters waren praktisch „synchron“ ohne zu zögern dabei, den „kleinen Akif“ fallenzulassen. Ebenso wie dessen eigener Vertrieb, Verlag und Blog-Betreiber. „Ausgestoßen“ oder „ostrakisiert“, ganz im klassisch-griechischen Sinne, nennt man das wohl. Wenn es jetzt noch gelingt, sein Angedenken aus dem Gedächtnis der Bürger und seine Schriften aus den Bibliotheken zu verbannen… Da gab´s doch mal dieses Ding mit den Büchern auf dem Opernplatz in Berlin… Das kriegen unsere „anti-Nazi“-Blockwarte sicher auch bald wieder hin, ihr Speichelfluss ist sicher schon dahingehend angeregt. Und Pirinccis vormals so „unbequemen“ Kollegen werden wie einst in unseligen Zeiten andächtig dazu mit dem Kopfe nicken, wenn die Flammen wieder auflodern. „Geschieht ihm recht, dem Nazi.“ Der Deutsche, oder vielleicht sogar der Mensch an sich, ist eine traurige, ja geradezu ekelerregende Veranstaltung.

Wie dem auch sei: „Nazi“ ist heutzutage aus bestimmten Mündern und von Leuten, die auch leichtfertig unbotmäßige Mitbürger gerne als „Mischpoke“, „Pack“ und „Schande für Deutschland“ bezeichnen, fast schon ein Qualitätssiegel geworden. Man muss nur aufpassen, von wem man da beschimpft wird. Sinds charakterlose Gesellen aus den Medienhäusern oder Parteizentralen, dann darf man sich das als Orden an die Brust hefen. Wenns aber die ehemaligen „Freunde“ sind, denen eine deiner Reden, ein Kommentar auf Facebook oder ein Artikel auf deinem Blog nicht gefällt, dann wirds kritisch.

In diesem Sinne finde ich Herrn Maas losgetretene Facebook-Polizei „voll Gestapo“ (wahlweise auch „voll Stasi“ Arbeitsweise bleibt sich gleich) und Frau Fahimis „Anti-Pegida-Kommission“ finde ich „voll Nazi“ oder „voll stalinistisch“. So, jetzt kann man mich wegen „Volksverhetzung“ verklagen, denn mich schützen ja keine linken Netzwerke, die noch die brutalsten Rechtsverstöße von linken Politikern, Medien und Antifa zu Bagatellen umzudeuten verstehen.

Ihre

Kassandra Pugatshowa

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Ein Kommentar zu “Alles „voll Nazi“ oder was ?

  1. Tom Scheidl
    22/10/2015

    Danke, danke, danke dafür!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 22/10/2015 von in Zeitgeist und getaggt mit , , , .
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