Kassandrenrufe

"connecting the dots" – für mündige Bürger

Ach, du grüne Neune ! Hillary kommt wieder !

Politische Wiedergänger haben gerade Hochkonjunktur: der Ex-Militärdiktator Mohammadu Buhari in Nigeria etwa, der vor kurzem zum Präsidenten gewählt wurde oder eben die Untote des US-Linksliberalismus, Hillary Clinton. Mir graut´s davor, dass diese Dame tatsächlich an die Schalthebel der Macht kommen könnte. Warum, das versuche ich in knappen Worten hier begreiflich zu machen.

Hillary_KrampfIch gestehe, in den mir eigentlich einigermaßen sympathischen Politkreisen herrscht derzeit leider oftmals nackter Amerika-Hass. Ganz Linke und ganz Rechte haben derzeit nur wenige Berührungspunkte, aber einer ist immer ganz zuverlässig die Ablehnung der USA, die für rabiate Militärpolitik und „Raubtierkapitalismus“ stehen sollen (Dass in Wirklichkeit die Raubtiere derzeit Kinder in Indonesien, Malaysia und China ausbeuten, vergessen wir vor lauter „Ami-Hass“ dann schon einmal.). Und selbst die bürgerlichen Protestler gegen die Entmündigung der Bürger und die Infantilisierung der Politik pflegen z. T. jahrzehntelang gehegte Vorurteile gegen die „Besatzer“ aus den USA. Diese werden wieder aufgewärmt und durch Gleichgesinnte „bestätigt“, dann lautstark etwa bei einem der diversen Pegida-Ableger, verkündet und in diversen Internet-Foren diskutiert. Alles dann natürlich von Forderungen nach dem NATO-Austritt o. ä. begleitet.

Mir liegt, schon aufgrund meiner Herkunft und Erziehung, dieser USA-Hass, diese „instinktive“ Ablehnung von Dingen sie Selbstverantwortung und Weltmachtpolitik fern. Dazu sind meine Erfahrungen mit „den Amis“ einfach zu gut, dazu habe ich vielleicht auch andere Ansprüche an Menschen, an Politik und Gesellschaft, als viele meiner Zeitgenossen, die möglicherweise ein mehr romantisches, ein mehr vom „Wünschbaren“ geprägtes Weltbild pflegen. Nein, die USA und jene Werte, für die sie einst einstanden wie Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, waren und sind mir immer noch nahe. Man vergebe mir also, dass ich an dieser Stelle überhaupt zu einem scheinbar rein „inner-amerikanischen“ Thema Stellung beziehe.

Nein, die Obama-Adminstration hat bei mir keinen leichten Stand. Ihre Bilanz nach acht Jahren wird katastrophal ausfallen. Im Innen- wie im Außenpolitischen. Spätestens im zweiten Wahlkampf Herrn Obamas begann sein Team damit, gezielt die Rassenkarte zu spielen und damit schmerzliche, kaum gekittete Gräben wieder aufzureißen. Außenpolitisch ist schon von Anfang an das Verhältnis zu Israel ruiniert. Hoffentlich nicht irreparabel, aber leider vorläufig erst einmal. Und das islamophile Obama-Regime hatte auch noch naiverweise auf die „Jasmin-Revolutionen“, auf den „arabischen Frühling“ gesetzt, der für alle nüchternen Beobachter leicht prognostizierbar, in einem islamistischen Winter endete. Eine Fehleinschätzung, die erst das Treiben von IS oder ähnlichen Psychopathen-Banden ermöglicht hat.

Und für die ersten vier Jahre war Frau Clinton als Außenministerin (dort „secretary of state“ genannt) für die Fehleinschätzungen und Fehlhandlungen in der Außenpolitik hauptverantwortlich. Die von ihrem Apparat zu verantwortende Vertuschung der eigenen Verantwortung für die Ermordung des US-Botschafters im revolutionären Libyen etwa musste in diversen Ausschüssen des US-Kongresses durch ihre Parteifreunde mit Zähnen und Klauen „unter Verschluss“ gehalten werden. Ihre Verachtung von israelischen Politikern, welche ihr nicht freundlich lächelnd die Kehrseite küssen, ist legendär. Und das Außenministerium unter Frau Clintons Leitung war geradezu berüchtigt dafür, dass es die Bedrohung durch Gruppen wie „Boko Haram“ oder „Al-Shabaab“ mit den gleichen scheinbar eloquenten Worten wie diverse Blindfische in Europa schönredete. Natürlich hatten die Konflikte in Nigeria, Somalia, Kenia, Pakistan oder der chinesischen „Xinjiang-Provinz“ GAAAAAAAAAAAAAAAAAR NICHTS mit Religion zu tun. Alles nur soziale oder ethnische Konflikte. Ja, klar.

Schon vor drei, vier und fünf Jahren schrieben Freunde von mir in einem an Menschenrechts-Themen orientierten Blog über die Verleugnung der Realität islamischer Gewalttaten speziell gegen Nicht-Muslime durch Kirchen, Politik und speziell das US-Außenministerium. So haben Clintons Handwerker im State Department sich etwa entgegen jeglicher Faktenlage völlig irrational darum bemüht, den mittlerweile abgewählten Präsidenten Nigerias, den Christen Goodluck Johnathan, NICHT in seinem Kampf gegen die Terror-Barbaren von der „Boko Haram“ unterstützen zu müssen. Da wurde alles dafür getan, die schon erwähnten „ethnischen und sozialen Spannungen“ aus dem Hut zu zaubern, um das Wort „Islam“ nicht nennen zu müssen und die religiöse Motivation der Steinzeit-Islamisten, die in Afrika schon vor dem Aufkommen des IS Akte des Wahnsinns begingen, zu verschleiern. Anderenfalls hätten nämlich Protokolle der US-Politik gegen den Terror gegriffen und eine Unterstützung der nigerianischen Regierung wäre schon viel früher unvermeidlich geworden. Das alles hat Frau Clinton unterbunden. Nicht nur in Nigeria. Sie wusste dabei übrigens ihren „Chef“, Herrn Hussein Obama, immer feste hinter sich. Erst ihr Nachfolger John Kerry lockerte diese rigide Haltung ein klein wenig. Aber auch erst angesichts nicht mehr zu ignorierender Gewaltakte etwa der schon erwähnten Boko Haram und des daraus entstehenden, vor allem INNEN-politischen Drucks.

All die anderen Skandale der Frau Clinton will ich hier nicht weiter auflisten, denn erstens ekelt mich dies an, und zweitens habe ich auch noch etwas anderes vor heute Abend. 🙂 Zusammengefasst kann ich jedoch nur sagen: Frau Clinton hat eine katastrophale politische Bilanz und wo sie ihren Kurs durchsetzte, hat er Gräben aufgerissen, politische Freundschaften und Staaten-Partnerschaften erschüttert und Freiräume für Terrorgruppen geschaffen. Der Chaos-Kurs bei und nach der „Wegbombung“ Ghaddafis in Libyen, die Weigerung, den Islam-Terror als solchen zu benennen und auch zu konfrontieren, das hochmütige und achselzuckende Zerstören der einzigartigen Beziehung zu Israel, die Gutsherren-Art, mit der sie das Ministerium führte… All das lässt mich an ihrer Qualifikation zweifeln, die wichtige Nation der USA anzuführen. Vergessen wir nicht: der US-Präsident ist auch oberster Kommandant („commander in chief“) der Truppen und hat einen Einfluss, der möglicherweise über den eines deutschen Bundeskanzlers hinausgeht. Die Vorstellung, das Frau Clinton wieder maßgeblichen Einfluss auf die Politik der USA haben könnte, lässt mir einfach kalte Schauer über den Rücken laufen. Obama war schlimm genug, Frau Clinton könnte noch schlimmer werden.

In diesem Sinne, schau´n mer mal.

Ihre

Kassandra Pugatshowa

P.S.: Ja, ich habe den scheinbaren „Widerspruch“ in meinem Text auch erkannt. Einerseits die Zerrüttung der Beziehungen der USA zu ihren Verbündeten und andererseits meine Ablehnung der US-Kritik und Anti-Nato-Haltung vieler Bundesbürger. Sehen Sie, ich neige an dieser Stelle zur Differenzierung. Die USA als solche, „die Amis“ pauschal o. ä. finde ich nicht so übel. Solange es z. Bsp. Nonkonformisten wie den berühmt-berüchtigten „Wild Bill for America“, einen vlogger mit ganz klarer, politischer Haltung, gibt (googlet ihn selbst, wenn ihr möchtet, liebe Leser), muss ich mir um die Einengung des Meinungsspektrums im Lande der Cowboys wohl etwas weniger Sorgen machen, als um dieselbe Entwicklung in Deutschland. Obwohl auch dort die „Anti-Diskriminierung“ bereits absurde Züge annimmt und die ganze „political correctness“ sogar von dort herstammt.
Die Obama-Administration, ihre Politik und ihre Verantwortungsträger kritisiere ich hingegen gerne, oft und mit derselben Entschlossenheit, mit der ich hierzulande etwa mit „Gender-Mainstreamern“ ins Gericht gehe.
Angesichts der Tatsache, dass aber bei den US-Wählern traditionell innenpolitische Themen in ihrer Wahlentscheidung eine Rolle spielen, muss von der sehr realen Gefahr eines weiteren Präsidenten „Clinton“ ausgegangen werden. Gruselig.

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2 Kommentare zu “Ach, du grüne Neune ! Hillary kommt wieder !

  1. B.
    13/04/2015

    Sehr geehrte Frau Pugatshowa,

    danke für Ihre aufschlußreichen Texte, die ich fast immer gerne lese.

    Ich würde mir wünschen, daß Sie irgendwann auch einmal den Widerspruch erkennen, einerseits zurecht gegen eine weitere Islamisierung Europas zu sein und andererseits Pegida so vehement abzulehnen, wie Sie es in einem Ihrer Texte taten.

    Solange unsere Politik nichts dagegen unternimmt, unser Land mit (überwiegend) muslimischen Wirtschaftsflüchtlingen zu fluten, die nach dem Willen einiger Politiker sogar schnellstmöglich eingebürgert werden sollen, solange ist Widerstand dagegen Bürgerpflicht.

    Wie sehr Pegida den Nerv der Eliten trifft, ist spürbar. Nur getroffene Hunde bellen.

    Übrigens gehöre ich zu der noch existenten, bürgerlichen Schicht, die ihren Kopf zum Denken und nicht zum Fernsehgucken benutzt. Und ich bin bei Pegida mitgelaufen. Und was habe ich gesehen? Alles außer Nazis.

    Wie wohl die Amerikaner auf so eine islamische Flutung ihrer Heimat reagieren würden? Immerhin reicht das angerichtete Unheil der Frau Clinton nicht bis in ihr eigenes Land.

    Der neue Faschismus wird nicht sagen, ich bin der Faschismus.
    Er wird sagen: ich bin der Antifaschismus.

    Schönen Abend noch,
    B.D.

    • Dankeschön für Ihre Anmerkungen zu meinem Beitrag über Frau Clinton. Ich persönlich bin mir nicht einmal sicher, dass das Unheil, welches diese Frau zu verantworten hat, nicht in einer eher metaphorischen Art und Weise auch schon in ihrem eigenen Land angekommen ist. Wie sehr, werden wir wohl während der Vorwahlen und, schlimmstenfalls, der eigentlichen Präsidentenwahlen erkennen können.
      Was nun Ihre Beobachtung angeht, ich würde Pegida zu hart angehen, so kann ich nur sagen, dass ich ja ohnehin eher selten die Gelegenheit habe, in aller Ruhe meine kleinen „Weltbetrachtungen“ zu durchdenken und dann hier im Blog niederzulegen. Immerhin habe ich mich aber mindestens dreimal ganz direkt zum Thema geäußert und ca. weitere dreimal noch indirekt. Ich habe dabei versucht, meinen ganz persönlichen Eindruck widerzugeben und nicht einfach nur „platt draufzuhauen“. Ganz im Gegenteil habe ich mich m. E. nach darum bemüht, dem friedlichen Bürgerprotest, der sich in dieser Bewegung Bahn bricht, auch durch angemessene Differenzierung gerecht zu werden. Wenn mir das nicht zur Zufriedenheit alle Leser gelingt, zumal ich ja auch keinen journalistischen Anspruch habe, sondern einzig und allein meine MEINUNG niederschreibe, dann ist das halt in der Natur der Dinge so gegeben.
      Falls Sie mir mit Ihrem Hinweis auf das Fernsehen irgendetwas mitteilen wollten, dann tun Sie dies ruhig ganz direkt. Ich weiß, dass ich dazu neige, eine couchpotato zu sein und den fiktiven Welten des Fernsehens manchmal eine zu große Aufmerksamkeit zu widmen. Schämen tue ich mich dafür jedoch nicht. Denn die Medien, elektronische wie alle anderen, formen das Bewußtsein ihrer Konsumenten und man muss sich schon ein paar Gedanken dazu erlauben, um nicht hilf- und kritiklos den (Sie würden es vielleicht so nennen) „Lügenmedien“ ausgeliefert zu sein. Wenn schon die Unterhaltungsformate uns zu Genderfans und Befürwortern grenzenloser Zuwanderung machen wollen, was kann man dann von den „Magazinen“ und Sachformaten erwarten ? 🙂
      In diesem Sinne: ich hoffe, Sie werden auch zukünftig ab und an ein wenig Freude am Lesen meiner Beiträge zur Welt, in der wir leben, haben.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 13/04/2015 von in Politik_allgemein, Zeitgeist, Zustand der Nation und getaggt mit .
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