Kassandrenrufe

"connecting the dots" – für mündige Bürger

Sind manche Auswüchse des Anpassungs-Terrors eigentlich neu ?

Liebe Leser, liebe Beobachter dessen, was (nicht nur) in diesem Lande so vor sich geht: Gerade in den letzten Tagen hatte ich mal wieder etwas Zeit, zu reflektieren. Ein wenig die Erinnerungen auf bestehende (natürlich rein „zufällige“) Parallelen zur Gegenwart zu durchforschen und mir damit die Frage zu beantworten: Wie konnte es soweit kommen ?

panthermedia_03892065Ja, ja, die „achso-bösen-Rechtspopulisten“ von der Pegida brachten es an den Tag: es herrscht in Deutschland schon kein Anpassungsdruck mehr, sondern Anpassungs-Terror. Wer nicht mitspielt, so wie ein mittlerweile bekannter, Berliner Journalist, der bekommt schon mal das Auto abgefackelt und die sozusagen „obligatorischen“ Morddrohungen sowieso. Die gehören ja schon zum Handwerkszeug des allereinfachsten Vertreter irgendeines Islamverbandes oder eines x-beliebigen Antifaschisten dazu, wenn es denn darum geht, „unbequeme“ Stimmen mundtot zu machen. Diffamierungen, „Steckbriefe“ von möglicherweise prominenten Stimmen der bürgerlichen Mitte bzw. des vermeintlich „rechten Spektrums“, die als mehr oder minder offene Aufforderungen zur Gewalt in linken Foren kursieren, sind heute schon so sehr Alltag geworden, dass wir nur noch die Anwendung ebendieser Taktiken gegen ihre eigentlichen Verursacher, also linke und grüne Politiker, wahrnehmen. Fragen wir doch mal die LINKEN-Abgeordnete Frau Petra Pau ob sie auch über den Brand von Gunnar Schupelius´ Auto  genauso empört war, wie über die angeblichen Morddrohungen, die sie erhalten haben will.

Dass aber bereits seit Jahren aus der „Antifa-Szene“  „Steckbriefe“ von AfD-Politikern, unliebsamen CDU- oder CSU-Funktionsträgern oder bürgerlichen Aktivisten wie Tatjana Festerling in diversen Internet-Foren, sozialen Netzwerken und auch als Flyer und Poster in deren Nachbarschaft kursieren, darüber dürfen wir mit wohlwollender Mithilfe der Lügenpresse, ups, ich meinte natürlich der „Qualitätsmedien“, hinwegsehen. Nein, darüber MÜSSEN wir sogar hinwegsehen, denn der Anpassungsterror wird ja immer deutlicher sichtbar. Die „toten Winkel“ und Tabuzonen, die unsere Medien, Politiker und Kirchenbonzen erschaffen, sind ja langsam so groß geworden, dass das „Erlaubte“ beinahe richtig überschaubar wird. Ein bischen Antiamamerikanismus, ein bischen „Öko“ und „Frieden“, ein bischen Kirchenkritik und „Pro-Asyl(antenflut)“, ein wenig „Islam ist Frieden“ und vielleicht noch ein bischen Sport. Das ist es dann schon, wozu man sich (natürlich nur positiv) überhaupt äußern darf. Schon, wer ein heikles Thema wie den „Euro“ in seinem persönlichen Umfeld mal zu thematisieren wagt, läuft über ein Minenfeld und kommt wohl kaum ohne das Aufkündigen von (gerne auch „Facebook-„) Freundschaften davon.

Wie ist es aber soweit gekommen ? Wie kann es passieren, dass z. Bsp. in Sachsen ganzen Schulklassen Minderjähriger die Teilnahme an „Anti-Pegida“-Kundgebungen sozusagen unter der nur halb verdeckten Drohung einer schlechten „Sozialkunde“-Note bei Nichtbeteiligung „vorgeschrieben“ wird, dass andererseits aber Mitarbeiter öffentlicher Betriebe per ordre de Chef eine Teilnahme an unliebsamen Kundgebungen verboten werden kann ? Wie kann es dazu kommen, dass die etablierten Parteien in allen echten Zukunftsfragen des Landes im Großen und Ganzen einig sind hingegen aber jeder, der an der Qualität der „Energiewende“ zweifelt, oder Gender-Mainstreaming und Freigabe von Abtreibungen zumindest kontrovers diskutiert sehen will, als „Nazi in Nadelstreifen“, „Ewiggestriger“ oder „Faschist aus der Mitte des Bürgertums“ diffamiert wird ?

Wie schon erwähnt, erinnere ich mich ab und an auch mal an die Schulzeit. Wenn ich etwa höre, dass Jugendliche in den Bildungseinrichtungen dieser Republik mit Ächtung und schlechten Noten seitens ihrer linken Geschichts- oder Deutschlehrer bedroht werden, sollten sie ernsthaft in Erwägung ziehen, an Kundgebungen „gegen Rechts“ oder „für mehr Buntheit“ oder wie das alles heute heißt, nicht teilzunehmen. Das hat alles eigentlich schon einen „ganz langen Bart“. Diese Gleichschaltung und Manipulation junger, formbarer Geister gab es schon in meiner Schulzeit, die nun wirklich sehr, sehr lange zurückliegt. Schon in den späten 70er und frühen 80er Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts, auf dem Höhepunkt von „Friedensbewegung“ und „Anti-AKW“-Märschen, gab es GENAU DIESELBEN Machenschaften an den Schulen meines Stadtbezirkes. Als Beispiel sei hier eine meiner „lebendigsten“ Erinnerungen, das politische „Schultheater“ jener Zeit betreffend, schnell erzählt: an meiner Schule kreisten natürlich auch damals Flugblätter (der Begriff „Flyer“ kam erst irgendwann später auf) unter den Schülern, auf denen zur Teilnahme an einer großen „Anti-Nato-Nachrüstungs“-Demo in meiner Heimatstadt aufgerufen wurde. Vielleicht nannte man es damals auch noch euphemistisch „Friedenskundgebung“, ich gestehe, dass mir dieses Detail heute einfach nicht mehr einfallen will. Ist auch nicht wichtig. Jedenfalls kreisten diese Flugblätter natürlich „zufällig“ immer im Umfeld von Deutsch-, Sozialkunde-, Geschichts- oder „Politische Weltkunde“-Stunden. Wobei immer unausgesprochen klar war, dass die entsprechenden „Ökopax“-Lehrer (ja, so haben wir die damals tatsächlich genannt, ist ja nur über dreissig Jahre her !), die z. größten Teil tatsächlich noch alte 68er waren, von uns erwarteten, bei solchen Anlässen eben die Schule zu schwänzen und unsere „richtige“ politische Gesinnung somit nachzuweisen. Da Lehrer aber tatsächlich ja über unsere Zeugnisnoten mitentscheiden, waren wir unpolitischen oder gar „bürgerlichen“ Jugendlichen damit in einer gewaltigen Zwickmühle. Ich erinnere mich auch, dass ein paar Leute von der Jungen Union damals tatsächlich nach Schulschluß Flugblätter auf den Toiletten und in der Cafeteria auslegten, die das ganze Ökopax-Getue aufs Korn nahmen und den Friedensaposteln und Nachrüstungsgegnern nahelegten, Herrn Honecker doch bitte konsequenterweise gleich ganz direkt zur Machtübernahme in Bonn aufzufordern. Offen gesagt denke ich, dass es derartige „Counter-Mainstream“-Aktionen wohl heute nicht mehr gibt, oder sie dank größerer Konditionierung der Schülerschaft (oder sollte man „Gleichschaltung“ sagen ?) überhaupt nicht mehr vorstellbar sind.

Aber es gab damals noch einige andere, wie ich finde entscheidende, Unterschiede zum Jahr 2015. Einer war immerhin der, dass sich einige Schulleiter in meinem Stadtbezirk weigerten, Schüler NICHT zu sanktionieren, die an diesen „Friedenskundgebungen“ teilnahmen und deshalb Schulzeit unentschuldigt versäumten. Na, mit dem „unentschuldigt“ ist das ja auch so eine Sache, da diverse Ökopax-Eltern natürlich gefälschte Entschuldigungsschreiben nachreichten, aber lassen wir das mal dahingestellt sein. Wichtig ist: es gab damals noch Widerstände von Eltern und Schulleitungen, die eben politisches Engagement zur Privatsache machen wollten. Finde ich auch gut so, ist aber heute fast schon undenkbar. Was, wenn eine Schule in, sagen wir mal, Sachsen, einen Sozialkunde- (gibt´s das Fach dort eigentlich noch oder hat das inzwischen einen anderen Namen ?) Lehrer sanktionieren würde, der seine Klasse allzudeutlich dazu auffordert, gegen die „bösen Nadelstreifen-Nazis“ von der Pegida geschlossen zu demonstrieren ? Ich denke, das gäbe einen gewaltigen „shitstorm“. Allerdings nicht gegen den manipulativen Lehrer, sondern gegen die Schulleitung. DAS ist einer der Unterschiede zu 1981.

Ein anderer Unterschied ist das Verhalten der Lehrer. Ich erinnere mich an diverse, auch und vor allem „linke“ Lehrer, die dem Treiben ihrer Kollegen oftmals skeptisch gegenüber standen. Etwa meinen ehemaligen Englisch-Lehrer (Name bekannt, wird aber nicht genannt, weil im Deutschland 2015 sofort Diffamierungen gegen den in verdientem Ruhestand lebenden, rüstigen älteren Herrn losgetreten würden), der sich lautstark und vor der gesamten Klasse darüber wunderte, dass es kein „rechtes“ Kabarett in Deutschland gebe und somit in Humor verpackte Polit-Kritik immer nur von seiner eigenen, also der linken Seite losgetreten würde. Oder mein ehemaliger Mathe-Lehrer, der als selbsterklärter Linker dennoch immer wieder predigte, wir sollten darauf achten, dass Demokratie auch von offenem, kontroversen Diskurs lebe. Dass dieser Diskurs und die Lösungen, die dann gesellschaftlich und politisch daraus erarbeitet würden, eben den größtmöglichen, sozialen Konsensus herbeiführen müssten. All diese Sichtweisen wären von heutigen „Linken“ unvorstellbar. Da wird streng die Scheuklappe aufgesetzt, alles, was nicht mit dem eigenen Weltbild übereinstimmt als „rechtslastig“, „überwunden“, „ewiggestrig“ und „Nazi“-mäßig abgetan und munter drauflos diffamiert und geschimpft. Und in der Schule fängt diese Verengung des Weltbildes an. Mit der Konsequenz, dass wir heute Politeliten haben, die von AfD bis Linkspartei ganz „natürlich“ nicht mehr an diesem „größtmöglichen, sozialen Konsens“ interessiert sind, sondern frisch, fromm und fröhlich am Volk vorbeiwursteln, ihre Beschlüsse in Hinterzimmern treffen und niemals offen kommunizieren, wenn sie Widerstand hervorrufen könnten und selbst Petitionen mit einer massiven Anzahl von Unterschriften abgewiesen werden, wenn sie nicht ins Weltbild der rotgrünen Vordenker passen (Ist so in BW passiert, wo mit der „grandezza“ eines Landjunkers von 1800 eine Petition gegen die Veränderung der Bildungspolitik im „Ländle“ in den Papierkorb geworfen wurde. Ja, von denen, die einstmals „mehr Demokratie wagen“ und „Graswurzel-Revolutionen“ veranstalten wollten.). Und von Dingen wie der unseligen „Klientelpolitik“ der Parteien, die endgültig zur Spaltung der Wählerschaft in „gewollte“ und „überflüssige“ Wähler geführt hat, fange ich gar nicht erst an.

Ich bin manchmal ganz froh, dass ich derzeit kein eigenes Kind oder Enkelkind in der Schule habe. Denn was mir da so aus meinem persönlichen Umfeld berichtet wird, lässt mich erschrecken. Selbst die meisten „denke-so-wie-ichs-dir-sage-oder-du-bekommst-eine-schlechte-Note“-Lehrkräfte zu meiner Zeit haben sich nicht annähernd die Dinge gewagt, die heute üblich geworden sind. Solch paternalistisch-wohlmeinender Umgangston, der sofort angeschlagen wird, wenn Eltern oder Schüler mal nicht mitschwimmen wollen im „Mainstream“ (etwa bei der Frühsexualisierung in den Lehrplänen o. ä.) ist eigentlich nur aus der alten Kaiserzeit bekannt. Damals wurde auch noch ordentlich drauflosgeprügelt auf die armen Schulkinder. Das wird heute durch Psychotricks der Ausgrenzung und der Diffamierung über soziale Netzwerke ersetzt. DIESEN Internet-Prügelstock gab es ja auch zu „Kaiser Willems“ Zeiten noch gar nicht.

Ach, herrjeh, wie komme ich jetzt von diesen Bildern wieder zurück zum Ausgangspunkt meiner Überlegungen ? Nun, Sie, liebe Leser, haben es sicher bemkerkt: die politische Beeinflussung (statt politischer Bildung zum selbstbewussten Hinterfragen des gängigen Mainstreams) gab es schon in den Schulen meiner Zeit. Damals gab es noch mehr Widerstände gegen die allzuoffensichtlichen Manipulationen, aber ansonsten waren alle Exzesse des Wahnsinns, in den unsere Republik inzwischen verfallen ist, schon damals absehbar. Es gab aber damals nur zu Wenige, die auch etwas dagegen tun wollten, die bereit waren dem „Tugendterror“ der Ökopaxe und Altmarxisten zu widerstehen. Das bürgerliche Deutschland schüttelte nur den Kopf ob der Auswüchse diverser Einflussnahmen und zuckte damals schon resigniert mit den Schultern. „Was können wir denn schon dagegen machen ?“ War und ist das Credo derjenigen, die zwar sehen, das etwas nicht mehr stimmt im „Staate Dänemark“, die aber hoffen, dass alles doch nicht so schlimm kommen wird. Nein, Leute, es wird alles noch schlimmer kommen!

Denn wer hätte z. Bsp. schon in meiner Schulzeit mit Dingen wie „Gender Mainstreaming“ oder der Frühsexualisierung von Grundschulkindern gerechnet ? Wir sehen also: wenn wir gar nix tun, dann geht der Abstieg in den totalen Wahnsinn nur umso schneller. Vielleicht findet sich wenigstens in der heutigen Generation eine größere Anzahl an Leuten, die bereit sind, die Genderspinner, Islamlügner und Ökoprediger des Ewigen Heils aktiv und legal zu bekämpfen und ihre Vertreter aus den Parlamenten abzuwählen. Dafür muss man sich zwar etwas Mühe geben und jenseits manches Mainstream-Mediums nach den von einstmals seriösen Journalisten unterdrückten Fakten suchen, aber an sich ist es noch ganz einfach: einfach das Kreuz nicht mehr an der falschen (traditionellen ?) Stelle machen, sondern mal jenseits der ausgetretenen Pfade nach Lösungen und Kandidaten suchen. An dieser Stelle haben unsere Vorfahren, hat auch und vor allem meine Generation massiv versagt. Vielleicht ist es aber dennoch nicht zu spät.

Denken wir darüber nach,

ihre

Kassandra Pugatshowa

P.S.: Die Geschichte eines weitläufigen Bekannten, der in seiner süddeutschen Heimatstadt einmal umziehen musste, weil die „Antifa“ Flugblätter mit seiner Adresse und Telefonnummer in seinem Stadtviertel verteilte, habe ich sicher in diesem Blog schon öfter erwähnt ? Als schließlich sogar sein Vermieter auf ihn einzuwirken begann, doch bitte im Sinne des „Friedens in der Siedlung“ wegzuziehen, haben er und seine Frau schließlich klein beigegeben. Was war aber sein „Verbrechen“ in den Augen der Antifa ? Er war ein bekannter Abtreibungsgegner, ebenso wie seine Frau. DAS hätte es 1981 oder so noch nicht gegeben.

P.P.S.: Haben Sie, liebe Leser, bemerkt, dass ich vergessen habe, die unterschiedlichen Ideal von Lehre und Erziehung zwischen meiner Schulzeit und den heutigen Schulen herauszustellen. Tut mir leid. Also nochmal ganz deutlich: zu meiner Zeit sollten wir „mündige Bürger“ werden, die das Handwerkszeug vermittelt bekamen, um in den immer komplexer werdenden Zeiten eigene sinnvolle und sachlich begründete Entscheidungen zu fällen. Politische, wirtschaftliche, persönliche Entscheidungen. Heute bekommen wir eine Generation von absolut Multimedia-kompetenten, geschlechtlich undefinierten Lemmingen, die jedem Ruck und Zuck der rot-grünen Zuchtmeister folgen. Hauptsache immer schön mit dem Strom.

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2 Kommentare zu “Sind manche Auswüchse des Anpassungs-Terrors eigentlich neu ?

  1. Pingback: Zum Stand der Gedankenfreiheit in der Bundesrepublik Deutschland | Karsten Dahlmanns

  2. Dahlmanns
    08/09/2015

    Habe mir erlaubt, Sie zu zitieren.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 06/04/2015 von in Kultur, Politik_allgemein, Zeitgeist, Zustand der Nation und getaggt mit , .
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