Kassandrenrufe

"connecting the dots" – für mündige Bürger

ISIS, Grönemeyer, Antifa…

…alle hassen PEGIDA. Wer da mit wem im selben Boot sitzt, erscheint dem Beobachter geradezu absurd zu sein, aber im postdemokratischen Deutschland, wo alle wichtigen Entscheidungen in hermetisch abgeriegelten „Hinterzimmern“ diverser Nobelherbergen gefällt werden, damit die Bürger auch ja nicht daran beteiligt sind, ist offensichtlich jetzt „open mike“ für jedermann. 

Liebe Leser, Sie werden es mir möglicherweise gar nicht glauben wollen, aber das ganze „PEGIDA“-Thema wollte ich eigentlich schon lange hinter mir gelassen haben. Irgendwie ist dazu schon alles gesagt, geschrieben, gedruckt und auch gebrüllt, gespuckt, gegeifert worden. Mein zugegebenermaßen oftmals etwas überreizter und überempfindlicher Geist wurde der Sache schon müde. Und dann kam Grönemeyer.

Gröne1Nach Dresden nämlich, um auch den „Kampf gegen PEGIDA“ zu führen und sich in der Rechtschaffenheit des vermeintlichen Zeitgeistes zu sonnen. In Heroenpose empfangen von der Kunstmetropole an der Elbe, sozusagen als Erretter des vermeintlich angekratzten Rufes der Stadt. Wie schön, dass in Dresden „Musike“ gemacht wird. Tandarandei, dann sind wir doch alle mit dabei ! Wen hätte man sich auch besseres zum Zwecke der PEGIDA-„Austreibung“ herbeiwünschen können, als den Großmeister des bedeutungsleeren Schwurbel-Pops, den Zeitgeist-Reiter seit Jahrzehnten: „Gröni“.

Ich gestehe es, auch ich habe dessen Musik einstmals geschätzt. Man war ja auch mal „jung und doof“ und Dazulernen hat manchmal auch etwas mit dem Verlauf von Zeit zu tun und mit dem aufmerksamen Beobachten dessen, was ist. Dass Herbert Grönemeyer mittlerweile eben zu einem linken Vorzeigespießer degeneriert ist, dessen aus hochgradig elaborierter Larmoyanz und Selbstgefälligkeit gestrickte Musik geschickt unzählige Euros zu generieren vermag, ist eine Binsenweisheit. Deshalb aber nicht falsch. Aber, auch ich hatte vor einigen Monaten mal eine nostalgische Phase, in der ich mir ein oder zwei seiner alten CDs zu Gemüte führte. Und schon damals beschlich mich ein anfangs noch nicht so recht in Worte zu fassendes, ungutes Gefühl.

Das ungute Gefühl nämlich, einem „Schreibtischtäter“ bei der Arbeit zuhören zu können. Einem „Kulturschaffenden“ (ach, diese alten DDR-Begriffe passen doch manchmal so exakt…), der gemeinsam mit vielen, vielen anderen dazu beigetragen hat, die Perzeption des Normalbürgers bezüglich sozialer Alltagsphänomene im politischen Koordinatensystem deutlich nach links  zu verschieben. Hat er auch mal zur Wahl bestimmter Politiker aufgerufen und sich somit „geoutet“ ? Mag sein, ich erinnere mich nicht mehr daran und bin heute zu faul, das zu „googlen“. Ist letztlich auch gleichgültig, denn bei ihm wusste man immer, was „man“ zu denken und zu fühlen hatte. Letztlich auch, wo „man“ seine Kreuzchen am Wahltage „zu setzen hatte“.

Und nun reitet dieser gemeinsam mit dem rot-grünen „Aufbruchsgeist“ (hüstel) der 80er Jahre gealterte Sanges-Quichote also mit oder ohne Rosinante nach Dresden an. Ein paar Sancho-Pansas hat er auch noch im Schlepptau. Vermutlich werden die Zuhörer trotz allem ihre Freude am Konzert haben. Und viele „unerkannte“ PEGIDA-Sympathisanten werden wohl ebenfalls zugegen sein, die dann aber natürlich von den manipulativ tätigen Medien wieder dem „Heer der Anständigen“ zugerechnet werden, die sich da angeblich über die „aufmarschierenden Latenznazis“ mokieren.

Sei´s drum, das alles wäre für mich noch keine ausreichende Motivation gewesen, hier noch einmal dazu Stellung zu nehmen. Aber die Tatsache, dass nun Grönemeyer in einer Reihe mit IS-Sympathisanten marschiert, die durch Morddrohungen gegen PEGIDA-Organisatoren die zum Schutze der Unruhestitfter unwilligen, sächsischen Sicherheitsbehörden überforderten und er ebenso mit der unsäglich widerlichen „Antifa“ ins Boot steigt, lässt mir kalte Schauer über den Rücken laufen. Hier sieht man also exemplarisch wie sich unsere (in diesem Falle „Kultur-„)Eliten mit schmuddeligen, Zurückgebliebenen vereinen, deren von Drogen und Propaganda verkleisterten Gehirne ihnen nur Pöbeln, Beschimpfen des Heimatlandes und jegliche Formen der Gewalt gegen Andersdenkende erlauben. Ich habe in diesem Zusammenhang in der Vergangenheit auch mal den Begriff „wohlstandsverwahrlost“ gebraucht.

Denn dass die „Antifa“, die auch noch großzügig aus öffentlichen Töpfen mitfinanziert wird, letztlich an den Gewaltexzessen AUCH gegen PEGIDA beteiligt ist, dürfte jedem Polizisten, der einmal eine solche Veranstaltung beschützen musste, klar sein. Jedem Zivilisten, der das erkennen WILL, auch. Dass die Gewalt, z. Bsp. in Leipzig nach den LEGIDA-Kundgebungen, IMMER aus dem Umfeld der Linksradikalen begonnen wird, ist also auch eine Binsenweisheit. Wenn man jetzt noch die von den Sicherheitsbehörden als „authentisch“ eingeschätzten Morddrohungen aus radikalislamischen, wohl dem IS nahestehenden Kreisen dazunimmt, möchte man das Essen am falschen Ende wieder hergeben.

Von Parteien wie der AfD und Bürgerbewegungen wie der PEGIDA oder „kein Bildungsplan…“ wird nämlich erwartet, dass sie sich glaubhaft von Neonazis, gewalttätigen Hooligans und Skinheads distanzieren (ohne, dass man aber dann diese durchaus erfolgenden Distanzierungen jedoch als „glaubwürdig“ anzuerkennen gewillt wäre). Von Herrn Grönemeyer wird man seitens der Blockparteien und ihrer Medienkumpels jedoch wohl kaum ein Wort des Abscheus vor den Angriffen der Antifa auf Andersdenkende mit Glasscherben, Messern, Bierflaschen etc. verlangen. Klammheimliche Sympathie dürfte hier eher dem Erwartungshorizont entsprechen. Von den Politikerdarstellern der extremen Linken erwarte ich ohnehin nichts anderes.

Dass aber einerseits sich Künstler für solche Propaganda-Veranstaltungen hergeben, bestürzt mich mindestens ebenso, wie die Tatsache, dass hier andererseits mit einem Musik-Happening (heute sagt man eher „event“, nicht wahr, na, ich bin halt „very old school“) der sachlichen, gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der PEGIDA – Bewegung der Boden entzogen werden soll. Wenn die kurzen statements von 50 mehr oder minder gut informierten Prominenten in der BILD-Zeitung nicht mehr ausreichen, um das BASTA der Kanzlerin zu fixieren, muss halt der Grönemeyer her. Jemand hat das mal so ironisiert: „Wenn die PEGIDA irgendwann die 50.000er Grenze überschreitet, kommen wahrscheinlich die Rolling Stones oder Metallica !“ Ja, wir werden sehen. Aber das „Geschmäckle“, der Geruch der sozialistischen Sanges-Plakatveranstaltungen ohne Substanz, die nach erprobtem DDR-Muster stattfinden, bleibt in der Luft hängen.

Ob der Herbert auch mal für die IS singen darf ? Vielleicht ein Lied über das Abschlachten von Lutz Bachmann oder Kathrin Oertel ? Oder ist Musik noch immer „Haram“, schon gar, wenn sie von „Ungläubigen“ abgesondert wird ? Vielleicht werden wir das alles noch heraufinden. Und ich kann nicht behaupten, dass ich mich darauf freue.

Ihre

Kassandra Pugatshowa

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 26/01/2015 von in Kultur, Zustand der Nation und getaggt mit , , .
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