Kassandrenrufe

"connecting the dots" – für mündige Bürger

wer macht die Drecksarbeit…

Es liegt auf der Hand: die Regierungen, die Parteien, Massenmedien, Kirchen, Bildungsinstitutionen etc. versagen. Sie können gesellschaftliche Probleme nicht lösen helfen, die sie nicht einmal als solche wahrnehmen. Nicht wahrnehmen können oder wollen. Aber, wie immer im Leben: ohne Analyse gibt es auch keine Lösungen. Wer die Analyse bereits verweigert oder verwässert, kann auch nicht damit rechnen, dass es irgendwann einmal gangbare Wege der Problemlösung geben wird. Diese Hiflosigkeit der „Eliten“ trifft gleichzeitig auf die Ungeduld und den Aktionismus von vermeintlichen, sozialen „Randgruppen“. Was kann daraus werden, wenn Politik und die vielbeschworene „Zivilgesellschaft“ versagen ? Wir haben einen Vorgeschmack bekommen. In Köln, in Hamburg…

Hooligan-Demo gegen SalafistenUnlängst lautete die Schlagzeile in einer online-Zeitung: „Merkel-Regierung ohne Konzept gegen Salafisten. Deutschland hilflos ?“ Die Antwort war bereits impliziert, aber auch vorhersehbar richtig: JA. Deutschland ist scheinbar nicht in der Lage und nicht willens, der Radikalisierung islamischer Jung-Machos etwas entgegenzusetzen. Nicht einmal etwas so simples wie harte Strafen, Verbote von Rekrutierungsbüros für die IS (welche sich oftmals in Moscheen oder islamischen „Kulturvereinen“ befinden und so scheinbar „sakrosankt“ sind), die Verbote islamistischer Symbolik als „verfassungsfeindliche Embleme“ (analog zum Hakenkreuz) oder das Unterbinden von judenhassender Propaganda auf von Muslimen dominierten Kundgebungen. Vor lauter Angst, als „ausländerfeindlich, islamophob, intolerant, rechtsgerichtet, rassistisch, o. ä.“ zu gelten, kuschen Sicherheitsbehörden, Staatsanwaltschaften und Innenminister vor linken Mobs, politkorrekten Massenmedien, islamischen Lobbyvereinen und islamischen Hasspredigern. Politik, Justiz und Sicherheitsapparat schauen hiflos zu, wenn junge „Deutsche“ sich nach Syrien oder in den Irak aufmachen, um dort an den barbarischen Untaten der IS teilzunehmen, darüber in diversen sozialen Netzwerken dann berichten und weitere Menschen dazu einzuladen, sich in die Vorsteinzeit zurückzubegeben.

Mehr als die üblichen „wir müssen die Ursachen der Radikalisierung junger Leute ergründen“ Phrasen zu lancieren, ist den Verantwortlichen bisher nicht geglückt. Nicht, dass ich etwas gegen die Ursachen-Analyse hätte. Wie eingangs bemerkt, muss sie unbedingt erfolgen, aber wenn mein Boot voll Wasser läuft, stopfe ich ZUERST das Leck und kümmere mich DANN erst darum, wer es geschlagen hat und warum. Langer Vorrede, kurzer Sinn: es ist sehr viel faul im Staate Deutschland. Jeder sieht es (der es sehen will und nicht wie die drei Affen nix sieht, nix hört und nix sagt), keiner tut etwas. So in etwa muss man sich die Gefühlswelt vieler Zeitgenossen vorstellen. In dieser Situation sind es ausgerechnet die sozialen „Randgruppen“ der Hooligans, Rocker und Zuhälter, die die Dinge in die Hand zu nehmen versuchen. Sie sind nur zu bereit, in ein Vakuum vorzustoßen, welches das Versagen des Staates und der Zivilgesellschaft hinterlassen zu haben scheint.

Da organisieren sich Hooligans, gewaltbereite und eigentlich nur grob dem fandom der Fussball-Vereine zuzuordnende Prügel-Proleten über die „Grenzen“ ihrer Vereins-Loyalitäten hinweg zu einer Massenkundgebung gegen den immer mehr um sich greifenden Salafismus, der ja als „Fliegenfänger“ für potentielle Islamo-Terroristen fungiert, weil die restliche Zivilgesellschaft das nicht hinbekommt. Warum eigentlich haben Kirchen, Gewerkschaften oder Menschenrechtsorganisationen das nicht hinbekommen (wollen) ? Wo bleibt die große, gesellschaftliche „Gegenbewegung“ gegen den Salafismus, der Protest FÜR Meinungsfreiheit und Menschenrechte ? Die öffentliche Verurteilung einer frühmittelalterlichen Religionsideologie, die uns ihre „Werte“ aufs öffentliche Gesicht klatschen will, ob wir wollen oder nicht ? Richtig, dieser Protest ist ausgeblieben. Bis zum vergangenen Sonntag, den 26. Oktober 2014. Und er kam, wie schon erwähnt, aus unerwarteter Richtung: die Hools, die sonst vor allem damit befasst sind, sich zu „Prügelfesten“ zu verabreden, auf denen sie sich jenseits der Beobachtung durch Außenstehende, gegenseitig aufmischen. Fight Club mit und ohne Regeln. Und ausgerechnet diese Hools überwinden ihren gegenseitgen, seit Jahren gepflegten Pseudo-Hass und wollen ein Zeichen setzen. Wollten die Drecksarbeit erledigen, zu der sich alle Zeitgeist-Stromlinienförmigen zu schade sind und sie wollen handfest dem Salafismus heimleuchten.

Ein Zeichen wollten sie setzen, welches die politkorrekten Kriecher der Pseudoeliten Deutschlands nicht sehen, das sie nicht wahrhaben wollen. Deshalb lässt der Herr Innenminister von NRW, Ralf Jäger (SPD), sie schon während ihrer Abschlusskundgebung einkesseln, lässt ein Polizeiaufgebot auffahren, dass ungefähr einem Verhältnis von 1:4 entspricht und er lässt von vornherein Wasserwerfer auffahren, die beim Auseinandertreiben der Demonstranten „hilfreich“ sein sollen. Eine Machtdemonstration, die an gezielte Provokation grenzt, wie Augenzeugen später berichten. Dass die Demonstranten eingekesselt wurden und gleichzeitig den Befehl zum Räumen des Platzes bekamen, gehörte wohl auch zum perfiden Spiel von Innenministerium und Polizeipräsidium. Auch das Abriegeln des Hauptbahnhofes, noch bevor irgendeine Gefahr für Unbeteiligte oder Geschäfte bestand und das offensichtlich ebenfalls als Provokation gedachte Verweilen in diesem Zustand, machen keinen guten Eindruck. Wundern Sie sich übrigens nicht, liebe Leser, dass Ihnen die Massenmedien diese Fakten vorenthalten. Für sie steht nämlich, ganz als willige Erfüllungsgehilfen der offiziellen, politischen Linie im Lande, von Anfang an fest, wer hier die „Bösen“ und wer „die Guten“ sind. Erstaunlich, dass die Polizei einmal gut wegkommt in den Medien.

Wie auch immer, die Hools haben sich leider provozieren lassen und sind auf das böse Spiel eingegangen. Nicht überraschend, aber dennoch bedauerlich. So bekamen die Medien ihre Bilder von prügelnden Hools, Straßenschlachten, umgestürzten Autos und das Anliegen der Kundgebung geriet so in Vergessenheit. Dass natürlich die linken Politiker im Lande jetzt am Grundrecht der Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit schrauben wollen, damit sie zukünftig selbst darüber bestimmen können, wer in diesem Lande wann welche Kundgebung abhalten kann, ist eine folgerichtige Konsequenz des Geschehens. Wir vergessen darüber einfach mal, dass seit Jahrzehnten am 01. Mai Linksradikale sich vorausgeplante und gezielte Straßenschlachten mit der Polizei liefern und dabei auch vor dem Einsatz von Sprengkörpern nicht mehr zurückschrecken. Wie schnell man doch nach dem „starken Staat“ und der „wehrhaften Demokratie“ schreit, wenn die Gewalttaten einmal nicht von „Autonomen“ und „Antifaschisten“ verübt werden. Wie selbstverständlich plötzlich Grundrechte eingeschränkt werden sollen, wenn es gegen vermeintliche „Rechtspopulisten“ geht, die unangenehme Themen in die Öffentlichkeit tragen wollen. Wenn Muslime übrigens den Mord an Juden herbeischreien oder Polizeibeamte „messern“ ist es mit der öffentlichen Empörung leider nicht ganz so weit her.

Und dann auch noch diese Zuhälter in Hamburg. Laut einer Meldung der „Welt“ vom 27. Oktober 2014 haben Schläger aus dem Zuhälter – Milieu auf der Reeperbahn mal wieder für „Ordnung“ gesorgt, wie sie dies verstehen. Ein paar minderjährigen, afrikanischen Kleinkriminellen wurde etwas „Gottesfurcht“ eingebläut. Die Welt schreibt:

Indirekt hatten die Kiez-Bosse die Polizei bereits gewarnt: Unterbindet diese Machenschaften, sonst kümmern wir uns darum, hatte es geheißen, erfuhr die „Welt“. Am Wochenende platzte den Zuhältern der Kragen, und sie schickten ihre Handlanger los. In konzertierten Aktionen nahmen sich die Schläger die Jugendlichen vor.

Nun, in Zeiten des Streichens von Polizisten-Stellen und des kompletten Desinteresses der Ordnungsbehörden an Kleinkriminalität, speziell wenn sie von Asylbewerbern oder sonstigen Ausländern begangen wird, kann man die Zuhälter beinahe verstehen. In Berlin ist es beispielsweise ein offenes Geheimnis, dass die Polizei nur noch Straftaten verfolgt, die „eine gewisse Chance der zügigen Aufklärung“ haben. Alles andere wird nur noch achselzuckend protokolliert und als Vorgang abgeheftet. Fatal für das Sicherheitsempfinden der Steuerzahler. Warum sollten wir also annehmen, dass die Verhältnisse in Hamburg anders sind, als in Berlin ? Selbst Zuhälter haben inzwischen die Faxen dicke und wollen nun „ein Zeichen setzen“. Auf die einzige Weise, die ihnen erfolgversprechend zu sein scheint.

Was sagen uns diese zwei Beispiele der vergangenen Tage ? Ja, wer Probleme wie die importierte Kleinkriminalität oder die salafistische Propaganda verharmlost, ignoriert oder gar komplett negiert, muss sich nicht wundern, wenn aus ganz unterschiedlichen, unerwarteten Ecken die „Typen“ hervorkriechen und die Felder, welche ihnen die Ignoranz von Politik, Polizei, Medien und „Zivilgesellschaft“ überlässt, beackern. Wer Probleme wegleugnet, bekommt die Quittung dafür. Von Hooligans oder Zuhältern oder wer weiß, wer da noch demnächst aus dem Busch gekrochen kommt. „Bürgerwehren“ ? (In einigen ostdeutschen Städten soll es angesichts von massivem Autodiebstahl und immer mehr geschlossenen Polizeiwachen wohl schon soweit sein.) Oder eine Bande von Metzgern, die ihre Schweinehälften mit dem Hackebeilchen vor Schariawächtern (Schweinefleisch ist ja „haram“) beschützen müssen ? Wir werden es sehen. Leider.

Also, genießen wir die Show, solange unser Auto nicht brennt oder vor unserer Haustür eine Straßenschlacht tobt. Sonst wären wir gar am Ende dazu gezwungen, irgendwie Stellung zu beziehen.

Ihre

Kassandra Pugatshowa

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 28/10/2014 von in Zustand der Nation und getaggt mit , , .
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