Kassandrenrufe

"connecting the dots" – für mündige Bürger

Europas Juden auf der Flucht…schon wieder. Muss das sein ?

Es ist eigentlich unerhört und geradezu widerlich. Da gehen vor allem in Frankreich und Belgien schon wieder Menschen, die einer absoluten, radikalen Ideologie nachfolgen, auf die Jagd nach Juden und alle gucken weg. Wollen es gar nicht wahrnehmen, wollen nicht erkennen, was diese Leute wirklich motiviert und kneifen ganz fest die Augen zu, damit sie auch ja nicht ein wenig dieser unangenehmen Realität in ihr System bekommen. 

mehdi-nemmouche2Wovon rede ich eigentlich ? Na, klar, von Mohammed Merah, Mehdi Nemmouche und Konsorten, für die Juden schon wieder die Sündenböcke für alle Fehlentwicklungen in der Welt sind und die nun, diesem Weltbild entsprechend, Jagd auf sie machen. Ach, Herrje, ich vergaß ja, dass Sie, geehrte Leserschaft,  vielleicht Konsumenten unserer Massenmedien sind und deshalb gar nicht mehr wissen, wovon ich hier schreibe. Deshalb hier eine kleine Erläuterung:

  • Mohammed Merah ermordete am 19. März 2012 drei jüdische Kinder und ihren Lehrer direkt vor einer Schule in Toulouse. Zuvor hatte er bereits mehrere Soldaten öffentlich „hingerichtet“. Schnell war er als Täter ermittelt, woraufhin er sich in einer Wohnung verschanzte und schließlich vom Balkon in den Kugelhagel der das Haus umstellenden Polizei sprang. Seine algerisch-stämmige, muslimische Familie versuchte daraufhin, den französischen Staat wegen der Tötung Mohammeds zu verklagen, jedoch bislang ohne Erfolg.
  • Mehdi Nemmouche, ebenfalls französischer Staatsbürger nordafrikanischer Herkunft, tötete am am 24. Mai 2014 im jüdischen Museum zu Brüssel vier Menschen, darunter zwei Touristen aus Israel. Er wurde im südfranzösischen Marseille am 31. Mai 2014 verhaftet. Er hatte noch immer die Tatwaffe, eine Maschinenpistole, sowie eine Faustfeuerwaffe bei sich. Zusätzlich wird auch bekannt, dass er wohl mehrere Monate als Dschihadist in Syrien verbracht haben soll. Da wird er wohl so einiges gelernt haben, wie man sieht. Die Tat hat er mittlerweile (schon aufgrund der kaum zu widerlegenden Beweislage) eingestanden.

Weniger dramatisch, aber auch eklig ist die Geschichte des Berliner Rabbis, der vor einigen Jahren auf offener Straße von türkisch-muslimischen Jugendlichen verprügelt wurde, während seine kleine Tochter zusah. Es gibt mittlerweile mehr als einen Medienbericht, der außerdem davon spricht, dass die Zahl der Juden in Norwegen inzwischen  statistisch gar nicht mehr erfasst werden könne, so wenige seien es noch. Ungefähr mit der Anzahl der Juden in Afghanistan oder Ägypten vergleichbar, wo sie ebenfalls keine statistisch relevante Quote mehr hergeben. In Norwegen hatten Verbände zuvor jahrelang beklagt, dass es keinerlei staatliche Intervention gegen die öffentlich geäußerten Zeichen der Judenfeindschaft gäbe und letztendlich sogar zur Auswanderung aufgerufen. Auch im schon angesprochenen Frankreich steigt schon seit längerer Zeit die Zahl der Juden, die nach Kanada oder nach Israel auswandern bzw. darüber ernsthaft nachdenken.

Mehdi Nemmouche

Mehdi Nemmouche

Muss ich Ihnen, liebe intelligente und selberdenkende Leserschaft, wirklich noch erläutern, warum das so ist ? Ja, die Segnungen der Migration aus dem islamischen Kulturraum schlagen sich nieder. In Herkunftsländern, wo „die Protokolle der Waisen von Zion“ oder „Mein Kampf“ noch immer zu den Bestsellern gehören, wo man im TV schon kleinen Kindern beibringt, dass „der Jude“ weniger wert sei als das Vieh, gedeiht also ein tief verinnerlichter Judenhass, der dann fröhlich in die neuen Lebensumstände mitgenommen wird, wenn man auswandert. Nicht umsonst haben viele Lehrer an deutschen Oberschulen, die mit Muslimen sämtlicher „Generationen“ geflutet wurden, schon echte Angst davor, den Holocaust überhaupt nur zu thematisieren, weil sie dann entweder dumm angemacht werden oder ihnen ihre Zöglinge, vorwiegend die aus besagtem Kulturkreis stammenden unter ihnen, sofort Aussagen um die Ohren hauen werden, die man auch von 1933 – 45 gerne hierzulande zur Standardphrase erhob. Zusätzlich kommen, wie im Falle Mehdi Nemmouche oder Mohammed Merah noch die moralisch verwahrlosten „Pascha“-Söhne der dritten, vierten….Generation dazu, die sich über Hasspredigten in ihren Moscheen, das Internet, diverse Bücher, Pamphlete und Videos dann „radikalisieren“, wie es beschönigend von Soziologen und Juristen immer zu hören ist. Diese reisen, wenn sie nicht in Banden sog. „Jugendlicher“ durch die Banlieus von Paris, als Scharia-Patrouillen durch die „Tower Hamlets“ von London oder die Vororte von Stockholm oder Malmö ziehen, dann gerne mal nach Syrien, in den Irak oder nach Somalia, um dort das „gerechte Handwerk“ eines islamischen Kämpfers zu erlernen. Die „Abschlussprüfung“ machen sie dann eben mal vor einer jüdischen Schule in Toulouse oder im  jüdischen Museum von Brüssel.

Das ist die Situation. Nicht nur im Lande der „Richter und Henker“, sondern auch in Frankreich, Großbritannien, Belgien, Schweden, Norwegen oder Österreich. Warum aber werden die Details der jüdischen Auswanderung, werden die Details der Anfeindungen und Diskriminierungen im Alltag so gerne von unseren Massenmedien verschwiegen und von unseren Politikern herabgespielt ? Warum spielen gar viele, jüdische Interessenverbände den „Hans-Guck-in-die-Luft“ und wollen nicht wahrhaben, was passiert, bis es zu spät ist ? Auf all diese Fragen habe ich keine schlüssigen, wirklich griffigen Antworten parat, ich gestehe es offen. Vor allem auf die zweite, da nur ein latenter Hang zur Selbstzerstörung eine Antwort böte. Ich habe die Horrorvision, dass es erst einen Bombenanschlag auf das jüdische Museum in Berlin geben muss (welches ich übrigens vor ein paar Jahren besucht habe und dessen Ausstellung mir ausgesprochen gut gefallen hat), bevor das schleichend immer antijüdischer werdende Klima auch nur diskutiert werden wird. Und selbst dann wird wahrscheinlich nur wieder der staatliche Etat im „Kampf gegen Rechts“ erhöht werden. Wobei natürlich rechte Islamisten, wie etwa die „Grauen Wölfe“ aus der Türkei nicht aktiv bekämpft werden…

Warum schweigen die Medien (oder nennen Männer wie Nemmouche zwar korrekt, aber dennoch verkürzend nur „Franzosen“) ? Warum haben sich gerade unter vermeintlich „linken“ Journalisten und Redakteuren bzw. Redaktionsleitern judenfeindliche Ressentiments breitgemacht  bzw. ein judenkritisches bis judenfeindliches Klima entwickelt, das dann gerne als „gutgemeinte Israel- oder Kapitalismuskritik“ getarnt daherkommt ? Ja, es ist spätestens seit den diversen Ausführungen eines Jakob Augstein ein offenes Geheimnis, dass es eine antijüdische Linke gibt, die immer mit dem berühmten „ich bin ja ein Freund Israels, aber….“ daherkommt und oftmals Klischees bedient, die man getrost als schon in der NS-Zeit beliebt ausmachen kann. Übrigens, ich erinnere mich an diverse Gespräche meines Vaters mit Verwandten und Bekannten schon vor 30 Jahren oder mehr: es gibt diese Haltung in der Linken tatsächlich schon seit mindestens einer Generation. Es muss mit dem „Palituch“ und der Arafat – Verehrung irgendwie direkt im Zusammenhang stehen. Da kann man so schön die „neuen Opfer israelischer Aggression“ bedauern und die Vorurteile vom SA-Opa wieder aus dem Keller hervorholen. (Beim Durchlesen habe ich an dieser Stelle gemerkt, dass die üblichen, böswilligen Mitleser mir hier unterstellen werden, mein Opa sei in der SA gewesen. Das wäre mir aber nicht bekannt. Aber, damit ihr linken Spinner etwas Futter habt: Ja, beide meiner Opas wurden zur Wehrmacht gezogen und starben an der Front. Reicht euch das, um mich zu diffamieren ? Wenn nicht, fragt nach mehr Material.)

Warum schweigt die Politik ? Das ist glücklicherweise einfacher zu beantworten. Die vorausschauenden Parteiprofis kennen die prognostizierten Zahlen der Demographie. Über kurz oder lang werden ganze Stadtteile, Regionen und Landstriche in Europa überwiegend von Muslimen bewohnt sein. Dieser Realität glaubt man sich dadurch zu stellen, dass man Polizisten mit muslimischem Hintergrund einstellt, Muslime bevorzugt einbürgert und ihnen die Türen zu den Parteien (erstaunlicherweise gerade zu den Parteien mit christlichem Wertefundament) öffnet, ihnen Listenplätze zukommen lässt und die allgemeinen Forderungen von Islamverbänden ungesehen durchwinkt. Megamoscheen für 30 Muslime irgendwo in der Pampa, die letzlich nur eigene Machtansprüche symbolisieren, eigene Friedhöfe, da man ja den „wahrhaft Gläubigen“ nicht zumuten könne, in derselben Erde ihre letzte Ruhe zu finden, wo auch die minderwertigen „Ungläubigen“ begraben sind, Halal-Schächtungsgenehmigungen aller Orten, Halal-geschlachtete Nahrungsmittel in allen, öffentlichen Kantinen, getrennte Badetage in öffentlichen Schwimmbädern für Männlein und Weiblein… Sie sehen, was ich meine. Und, als gewitzter Politprofi weiss man ja auch, dass Muslime Juden verachten oder sogar, ganz korankonform, nach dem Vorbild ihres „Propheten“ sie hassen und gleich ganz vernichten wollen. Die ersten Anzeichen, dieser „neuen Realität“ darf aber der von Brot und Spielen eingelullte Durchschnitts-Deutsche (setzen Sie nach Belieben die Nationalität ihrer Wahl ein, passt meistens) noch nicht mitbekommen, deshalb schweigen die Medien. Und deshalb hat Frau Le Pen die Europawahlen in Frankreich gewonnen, weil die Franzosen sich anscheinend nicht mehr so leicht mit Nebelbomben die Sicht blockieren lassen. seit Herr Merah deutlich gemacht hat, wie der Islam zum Judentum steht, aber das ist ein anderes Thema. (Denn auch die FN hat einen Stamm „Alt-Rechter“, die latent antisemitisch sind. Nichts ist mehr so einfach schwarz oder weiß…)

Wie immer wird es, wenn sich die vermeintlichen Einzelfälle Nemmouche und Merah als erste in einer anschwellenden Welle antijüdischer Gewalttaten entpuppt haben werden, zu spät sein, um noch etwas dagegen zu unternehmen. Denn dann heisst der Wachtmeister, der die Anzeige eines verprügelten Rabbis aufnehmen soll, oder der die Hinterbliebenen eines weiteren Mordes informiert, nämlich vielleicht Mehdi Merah oder Mohammed Nemmouche. Und ob deren Loyalität nun dem Gesetz oder dem „Propheten“ gilt, wird vermutlich nicht ganz grundlos völlig unklar sein. Der Richter, der die Haftbefehle unterschreiben müsste, heisst dann Ali Akbar und der Wahlkreisabgeordnete aus dem Ort, wo sich das nächste Massaker an Juden ereignet, Nasr-el-Almany und ist Konvertit. Er wird zu den Vorgängen vom Journalisten Cem Toprak befragt, der in fünfter Generation in Deutschland ist, aber im Freundeskreis offen bekennt, türkisch zu träumen und keinesfalls eine Nichtmuslima heiraten zu können. Das würde die Familienehre nicht zulassen.

So, jetzt haben Sie mich erwischt, ich bin eine „böse, böse Hetzerin“, die überall Judenfeinde wittert und den Islam dafür (mit-)verantwortlich macht. Nur leider, leider bestätigt die Realität alle meine scheinbaren Vorurteile auf bittermachende Art und Weise.  Man muss es nur auch sehen wollen.

Gute Nacht,

Ihre

Kassandra Pugatshowa

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4 Kommentare zu “Europas Juden auf der Flucht…schon wieder. Muss das sein ?

  1. Aristobulus
    04/06/2014

    Guter Artikel, Frau Kassandra, danke!, nichts wurde ausgelassen – nur die umfassende Finanzierung und rhetorische Unterstützung der EU von Nationalislamisten wie Mahmoud Abbas fehlt.

    Und dass die deutsche Regierung wegsieht, wenn planmäßig Größenwahnsinnige wie der türkische Ministerpräsident Erdogan in Sportarenen auftreten, um dort lauter Nationalislamismus zu schreien. Vor hundert Jahren wäre das ein Grund gewesen, um da ein Kanonenboot hinzuschicken.
    Es war nicht alles so ganz schlecht vor hundert Jahren.

    • Danke für das Lob ! (So eitel bin ich denn doch noch…) 🙂 Sie haben in beiden Punkten Recht: ich habe nicht alles thematisiert, was im Zusammenhang mit dem in Europa grassierenden Judenhass hätte gesagt werden können. Eigentlich habe ich nur relativ spontan (für meine Verhältnisse) meinen Frust über diese Entwicklung „in einem Rutsch“ heruntergeschrieben. Mir war so, als hätte ich Erdogan sogar erwähnt, aber Sie haben es richtig gesehen: den erwähne ich eigentlich immer nur im Zusammenhang mit dem Genozid an den Armeniern und der unheilvollen, türkischen Tradition, diesen zu negieren und dessen Täter mit Straßen- und Schulnamen zu ehren.
      Was nun die „Kanonenboot-Politik“ angeht, so hat diese, wenn ich meine Geschichtsbücher richtig gelesen habe, auch damals schon nicht so recht funktioniert. Denn, so sehr ich Ihnen auch zustimmen mag, dass Deutschland vor über 100 Jahren noch so etwas wie Selbstbewusstsein und ein Rückgrat hatte, so unfähig und dämlich waren die Berufsbeamten im Außenamt und die Politiker auch damals schon. 😦 Was aber nichts daran ändert, dass es höchste Zeit wäre, diesem Herrn Erdogan, der mittlerweile sogar in der linken Systempresse ab und an mal recht üble Schlagzeilen bekommt, zu untersagen, hier seine Wahlkämpfe abzuhalten und dabei noch auf das Gastgeberland „seiner“ Landsleute zu schimpfen. Als Staatsbesucher mag er herkommen, da empfängt man ja schließlich jeden Diktator, Dummschwätzer oder Islamisten. Aber reine Propaganda-Auftritte dürften dann schon mal bei der Einreise abgewürgt werden. Muss man denn jeden Dösbattel ins Land lassen ? Ich denke, man muss nicht.

  2. Angelo Vineta
    06/06/2014

    Wieso habe ich diese klugen zutreffenden Gedanken nicht zu Papier gebracht, denke ich doch seit langem genau dasselbe. Und denke, ich bin der einzige, dem es so geht.

    • Vielen, herlichen Dank für Ihr Lob. Vielleicht wird es Zeit, dass sich Menschen, die „unbequeme“ Gedanken äußern, besser miteinander vernetzen, sich gegenseitig informieren und ermutigen. 🙂

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 03/06/2014 von in clash of civilizations und getaggt mit , , , , .
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