Kassandrenrufe

"connecting the dots" – für mündige Bürger

Die Sex-Sau durchs Dorf getrieben…

Liebe Leser, Sie wissen es ja sicher: ich versuche generell, nicht auf jedes gesellschaftlich gerade diskutierte Thema aufzuspringen und zu jeder Sau, die durchs öffentliche Multimedia-Dorf getrieben wird, einen Kommentar zu verlieren. So äußere ich mich bewusst nicht zu der momentan laufenden Zuwanderungs- und Migrationsdiskussion, deren Stichwort-artigen Eckpunkte vielleicht „Niemand ist illegal“ und „wer betrügt, fliegt“ sein mögen.

Mein Meinungsbildungsprozess zu diesem Thema ist noch nicht abgeschlossen, also halte ich einfach mal die Klappe. In einer Hysterokratie wie der unseren, in der nur wahrgenommen wird, wer am lautesten schreit, die meisten „Unterstützer“ (wahlweise in den sozialen Netzwerke auch euphemistisch „Freunde“ genannt) hat und die gerade politisch korrekten Phrasen brüllt, ist dies natürlich die absolute Sünde. Zumindest aber „schwer rechtspopulismusverdächtig“. Sei es wie es sei: Auch andere Themen, die mir noch mehr „am Arsch vorbei“ gehen, haben mich nicht dazu bewogen, ein paar Gehirnzellen in Aktion zu versetzen und einen Beitrag hier abzusondern. So interessiert mich z. Bsp. die sexuelle Ausrichtung von Profisportlern insofern nicht, soweit sie mich nicht damit belästigen. Mir reicht es, wenn ein Fussball-Profi gut Fussball spielt, eine Tennisspielerin gut Tennis spielt, eine Eisschnelläuferin schnell auf dem Eis läuft etc. Muss ich wissen, wer von denen hetero- und wer homo- oder bisexuell ist ? Eigentlich nicht. Ich plappere ja auch nicht permanent über meine eigene, sexuelle Orientierung.

PetgrafikEin Thema aber, das offensichtlich aus den Medien, vor allem den Kommentarbereichen, gar nicht mehr herauszukommen scheint, ist das der sog. „Leitprinzipien des Bildungsplanes 2015“ in Baden-Württemberg, gegen die sich der Widerstand von „Wutbürgern“ in einer Internet-Petition kanalisiert hat. Da gehen die Emotionen, vor allem von Seiten der grün-roten Landesregierung im „Ländle“ so richtig hoch und ich habe mir das mal näher angeschaut. Ich will Sie, liebe Leser, hier nicht mit allzuviel Details langweilen und gebe Ihnen meine Konklusio schon einmal vorneweg, da sie der Grund ist, warum ich mich dem Thema überhaupt widme: es scheint nämlich so, als ob ausgerechnet die einstige Kinder-Sex-Partei „Grüne“ im südwestdeutschen Versuchlabor ihrer neuerlangten Fukushima-Herrlichkeit die endgültige, gesellschaftliche Demontage der verfassungsrechtlich privilegierten Ehegemeinschaft zwischen Mann und Frau in Angriff genommen hätte. Ein für die Zukunft unseres Landes, unserer Nachkommen maßgeblicher und auch ein im europäischen Kontext hochinteressanter Versuchsballon. Dem sicherlich bei einer durch ausreichenden Bürgerprotest zu erwartenden, kurzen Phase des „Zurückruderns“ eines um seinen Posten bei kommenden Wahlen fürchtenden Ministerpräsidenten Kretschmann, weitere Angriffe auf diese „Säule der Gesellschaft“ folgen dürften.

Es ist in den vergangenen Wochen so viel über die Intentionen der Landesregierung, in deren hoheitlicher Verantwortung die Bildungspolitik liegt, sowie über die Ziele und Motive der gegen diesen Politik-Wechsel gerichteten Bürgerinitiative geschrieben worden, dass ich mich hier einmal an zwei Grundlegende Linien halten will.

  1. Die äußere, formale Linie. UND (Stichwort: Politiker-Arroganz…)
  2. Die inhaltliche Linie und ihre Stoßrichtung. (Stichwort: „Plan“….)

Das hochgradig hysterische, ja völlig verständnislose Verhalten der Vetreter der Ländle-Regierung bis hin zu Ministerpräsident Kretschmann gegenüber der Bürgerinitiative „kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ lässt sich eigentlich nur aus der völligen Isolation der politischen „Klasse“ von den Menschen erklären, die sie zu repräsentieren vorgeben. Im Elfenbeinturm von akademischen „Gender-Studies“, linker Weltanschauung und fanatischem Weltverbesserungs-Sendungsbewusstsein macht der Bildungsplan vielleicht sogar Sinn. Wer sozusagen auf der „Insel der Seligen“ lebt, die nur von SZ-Redakteuren, grünen Politikern, Verbandsvertretern der Homo-Lobby, Rotwein-Ökosozialisten und EU-Lobbyisten bewohnt wird, dessen Weltbild hat ganz selbstverständlich nichts mit der Lebensrealität der restlichen ca. 98 % der deutschen Bevölkerung gemeinsam. Traurig genug, dass ein guter Teil dieser 98 % die Speerspitzen der Interessen der restlichen 2 % immer wieder in Ämter wählen, aber dies wäre eine ganz andere Diskussion und somit einer späteren Betrachtung an anderer Stelle wert.

In jedem Fall sind die Schimpftiraden, die sich gegen die Köpfe der Bürgerinitiative von Seiten der rot-grün angehauchten und somit eher „Zeitgeist-“ als Staats-treuen Massenmedien in Marsch setzen, nur aus ebendiesem Blickwinkel des Konglomerats von Sozialingenieuren verschiedenster Ebenen (Bildung, Medien, Kirchen, Politik) heraus zu erklären. Gerade die Grünen, die einstmals mit Parolen wie „mehr Basisdemokratie“ den Marsch durch die Institutionen angetreten hatten, spüren hier zum ersten Male schmerzhaft, dass es auch Bürgerprotest geben kann, den sie nicht selbst initiieren. Gerade, wenn man selbst in der Regierungsverantwortung ist, ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass Bürger mit den politischen Grundlinien ihrer Regierung unzufrieden sind und dies auch artikulieren. Die Grünen stoßen sich nun vor allem daran, dass, anders als etwa bei „Stuttgart 21“, hier Widerstand und Protest erwächst, den sie nicht zuvor auf einem Parteitag, in einem Grundsatzprogramm oder durch selbstgeschaffene, politkorrekte Sprech- und Denkverbote geschaffen haben. Ihr „Placet“ liegt nicht auf den mittlerweile ca. 141.000 Unterzeichnern der Petition und deren Stoßrichtung und somit kann es sich also, nach der Denkungsart der betriebsblinden linksgrünen Politiker, bei diesem Bürgerprotest nur um einen Aufstand „Ewiggestriger“ handeln, die dem Fortschritt, Marke Kretschmann, K-Gruppen und Vertretern sexueller Minderheiten, im Wege stehen.

Worum geht es aber eigentlich ? Da soll laut dem ominösen „Bildungsplan“ also in Baden-Württemberg zukünftig massiv auf das gesamte Schulsystem eingewirkt werden, um „Toleranz“ für jegliche sexuelle Orientierung und Präferenz sozusagen staatlich „anzuordnen“. Zumindest aber deren langfristige Hervorbringung zwecks frühkindlicher Indoktrinierung sicherzustellen. Ich weiss kaum, wo ich anfangen soll, dieses Konzept zu kritisieren. Soll ich die dahinterstehende Denkungsart anklagen, die Toleranz durch Intoleranz erzwingen will ? Soll ich darauf hinweisen, dass selbst bei optimistischen Schätzungen, keine 2 % der Bundesbevölkerung homosexuell, polyamorös oder bisexuell sind und deren Interessen, diejenigen von 98 % durch den Bildungsplan unterworfen werden sollen ? Soll ich mal dezent darauf hinweisen, dass Sexual-Erziehung, die praktisch schon im Kindergarten beginnt, pädagogisch höchst umstritten ist, da hier offensichtlich bereits Kleinkinder mit Themen konfrontiert werden sollen, die selbst viele „Reformpädagogen“ für altersbedingt nicht angemessen halten ? Oder gar ketzerisch darauf hinweisen, dass in vielen anderen, europäischen Ländern, die „traditionelle“ Ehe zwischen Mann und Frau ebenso geschützt und hochgehalten wird und deren Unterminierung auch dort zu massiven, sozialen Verwerfungen (Frankreich !) geführt hat ? Wie auch immer, es gibt mehr als genug Gründe, um sich gegen den Plan der Landesregierung zu stellen. Zumal bei mir das Wort „Plan“ immer noch den Nachgeschmack von „Planwirtschaft“ hat, was ja, wie die Geschichte gezeigt hat, nicht unbedingt die beste Art ist, um Gesellschaft zu gestalten. Hat denn auch der Herr Kretschmann einen „5-Jahres-Plan“ zur Einführung von Homo-Propaganda an den Schulen, Zwangs-Windkraft-Anlagen in jedem Dorf und völliger De-Industrialisierung seines Ländles ?

Und jetzt kommt für Sie, liebe Leser, die eigentlich Überraschung: Nein, ich bin nicht „homophob“ oder ein „Gender-Basher“ o. ä. Die sexuelle Orientierung, selbst die Geschlechtsidentität eines Menschen sagt eben, meiner Erfahrung nach, nur recht wenig über diesen aus.  Die Grünen sehen das aber offensichtlich anders und vor allem die Überbetonung des Sexuellen durch sie (ob es nun die einstmals diskutierte Freigabe von Sex mit Kindern oder diese neue Initiative aus dem Horrorlabor der Gender-Studies ist) nervt mich ohne Grenzen. Sie wollen Toleranz ? Nun, im 21. Jahrhundert, sowohl in Ballungsgebieten wie auf dem Lande, ist z. Bsp. das „Schwulenbashing“ ja beinahe schon gänzlich beendet und nur noch im Umfeld von Angehörigen eines bestimmten „Kulturkreises“ zu finden. „Schwuchtel“ galt sogar jahrelang als übliche, ironische Beschimpfung selbst in Homosexuellen-Kreisen und die schicken „Lipstick-Lesben“ in diversen TV-Formaten haben inzwischen derart Überhand genommen, dass die Heteras bereits manchmal in der Minderheit sind („Lost Girl“, etc.). Verstehen Sie mich nicht falsch: ich verstehe und unterstütze es, wenn sich Minderheiten aller Hautfarben, sexuellen Orientierungen etc. in einer Gesellschaft Rechtssicherheit erstreiten wollen und um Gehör und Verständnis für ihre Anliegen werben. Das erscheint mir geradezu selbstverständlich.

Aber darum geht es dem obskuren Bildungsplan ja gar nicht. Es geht de facto um etwas anderes. Ich zitiere hier (widerstrebend, wie ich zugebe, da ich die Sprache dieses Machwerks, die Denkungsart ihrer Verfasser und die zielgebende Agenda dahinter tatsächlich widerlich finde) mal:

“Schülerinnen und Schüler reflektieren die Darstellung von Geschlechterrollen und sexueller Vielfalt in Menschen und Werbung und entwickeln eine Sensibilität für Stereotype.“

Nicht umsonst hat zu diesem Satz die Publizistin Christa Meves unlängst kommentierend angemerkt, dass es sich bei den „Stereotypen“, die zu erkennen man erzogen werden soll, de facto ja nur um die „Verbindung zwischen Mann und Frau und die traditionelle Familie“ handeln könne. Vom Erkennen von Stereotypen bis zu deren Ablehnung ist dann der Schritt nicht mehr allzu weit. Nun, für mich als Christin hat natürlich die Analysefähigkeit der katholischen Psychotherapeutin Meves besonderes Gewicht, aber auch wer mit organisiertem Glauben nicht so viel anfangen kann, sieht doch hinter dem „Bildungsplan 2015“ einen staatlichen Indoktrinationsmechanismus durchschimmern, der, wenn das mit Themen wie der Sexualerziehung funktioniert, auch durchaus zu anderen Zwecken eingesetzt werden könnte. Bildung verkommt so zur Interessenpolitik und Spielwiese diverser, demokratisch dazu keineswegs legitimierter  Verbände. Zum Spielfeld diverser Sozialingenieure, die sich ihren eigenen Nachwuchs „um jeden Preis“ heranzüchten wollen. Ein Trauerspiel.

In diesem Sinne, ob Sie die Petition „Zukunft – Verantwortung – Lernen, kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ noch zeichnen wollen (nur bis zum 28. Januar 2014) oder nicht, ich empfehle, sich genau anzuschauen, was dort in Mao-Kretschmanns-Sozial-Labor so vor sich geht und wie man dort mit legitimen Bürger-Sorgen umgeht. Der brutale Obrigkeits-Staat kann nämlich hier, unter grün-rotem Vorzeichen diesmal, fröhliche Urständ feiern, wenn ein Dialog mit den Bürgern abgelehnt wird und diese stattdessen diffamiert, in Medien, Gewerkschaftsgremien, dem Bildungsapparat und sogar in Kirchenforen beschimpft und in eine „fundamentalistische“ Ecke gestellt werden. Sehen wir die Zeichen an der Wand…

Ihre

Kassandra Pugatshowa

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 18/01/2014 von in Kultur, Politik_allgemein, Zeitgeist, Zustand der Nation und getaggt mit , , .
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