Kassandrenrufe

"connecting the dots" – für mündige Bürger

die „Weisheit der Welt“…

In letzter Zeit las ich viel über die sog. „Gender-Studies“ und die aus ihnen hervorgehende Ideologie des Genderismus, die sich an deutschen Hochschulen und in diversen Amtsstuben wie ein intellektueller Schimmelpilz ausbreiten. Die Vertreter dieser neuen Ideologie wollen den „unwissenden Massen“ einhämmern, dass es keine Männer und Frauen gibt. Ich frage mich deshalb, was wohl in Zukunft noch alles so „wissenschaftlich“ (hüstel) negiert werden wird…

crazy-cartoonJa, ja, die fröhlichen „Gender-Bender“ von nebenan marschieren voran. Als ich persönlich zum ersten Male davon hörte, es gäbe gar keine Männer und Frauen, da habe ich nur ein wenig den Kopf geschüttelt und diese Idee als so offensichtlich absurd abgetan, dass ich ihr keine weitere Aufmerksamkeit widmete. Das war aber sehr fahrlässig, denn nun ist in Deutschland inzwischen die Gender-Ideologie weiter auf dem Vormarsch, wie man hört. Sie postuliert, dass die Geschlechter der Spezies Homo  Sapiens keine „natur-“ oder „gottgegebene“ Wahrheit seien, sondern das Geschlecht sei, jenseits sozial vorgeformter und damit willkürlicher Geschlechterrollen, eine „Fiktion“. Anders gesagt: Männer und Frauen gibt es nicht, nur die Vorstellung davon.

Nun, die Vorstellung, dass nicht nur die sog. „Geschlechterrollen“, sondern die Geschlechter selbst sozialen Einflussfaktoren unterliegen, die vor allem den „guten“ Frauen von „bösen“ Männern aufgenötigt würden, macht mich fast sprachlos, aber ich könnte sie ignorieren, wenn sie nicht seltsame Blüten in der realen Welt, jenseits von Elfenbeintürmen und Gummizellen, hervorbringen würde. In Potsdam und Leipzig gibt es seit diesem Jahr beispielsweise keine Professoren mehr, sondern nur noch Professorinnen. Zumindest, was das grammatische Geschlecht in offiziellen Verlautbarungen dieser Hochschulen (ehemals Orte der Bildung und Aufklärung) angeht. Damit ist auch die Zielrichtung der „Genderisten“ klar auszumachen: das „Männliche“ als solches, als „Fehler von MUTTER NATUR“ muss natürlich besiegt, seine letzten Überreste ausgerottet werden, bis nicht nur ein historisch verbürgtes Matriarchat wiedererrichtet werden kann, sondern sogar die ausschließliche Existenz der Frauen dank Cloning konkret ins Auge gefasst werden wird.

Die seit Jahrhunderten evidente Wahrheit, dass das spannende Spiel der Geschlechter viel Kreativität angeregt hat, dass z. Bsp. Liebeslyrik und -lieder motiviert wurden, lasse ich als bekannt einmal beiseite, denn sonst kommen mir die Genderistinnen wieder mit „Sappho von Lesbos“ oder so. Aber auch meine (sozusagen „taoistische“) These, dass im Spannungsfeld der Geschlechter interessante und wohlige „Funken“ sprühen können und letztlich auch Leben entsteht, ist natürlich echten „Wissenschaftlerinnen“ vom Kult der Genderistinnen kein Blatt Toilettenpapier wert. Mittlerweile wird ihr pseudoreligiöser Wahn auch bereits von „Religionskontrolleuren“ mit der Gesinnung iranischer Revolutionswächter oder saudischer Sittenpolizisten beschützt, wie sich an einer Veröffentlichung der „Heinrich – Böll -Stiftung“ unlängst zeigte, die damit beginnt, „schwarze Listen“ von bösen, reaktionären und dem „Fortschritt“ abträglichen Publizisten zu erstellen. Was man mit schwarzen Listen so anfangen kann, kennen wir von McCarthy in Amerika oder Ayatollah Khomeini im Iran. Ich glaube es war der römische Diktator Sulla, der in der Geschichte erstmalig Listen seiner Feinde erstellen ließ, damit er wusste, wen es zu vernichten galt. „Proskriptionslisten“ nannte man das damals. Heute sind das eben die Aufstellungen über „Klimawandel-Leugner“ (de facto Menschen, die lieber wissenschaftlich prüfen, als „glauben“ wollen, was Grüne und Umweltverbände postulieren) oder „Gender-Gegner“. Die Scheiterhaufen dürfen wohl schon einmal vorwegnehmend angezündet werden.

Ich will eigentlich gar nicht tiefer in die Abgründe dieses destruktiven Wahns einer übersatten Zeit kultureller Dekadenz einsteigen und derartigen Gedanken noch mehr Raum in meinem Gedächtnis geben. Ein unwillkürlicher Ekel hindert mich daran. Außerdem gibt es viel eloquentere Autoren und Menschen (Männer wie Frauen) die sich an diesem Thema bereits viel besser und lesenswerter abgearbeitet haben. Etwa

Nein, mir selbst kommt, als gläubigem Menschen der Satz aus dem 1. Korintherbrief des Apostels Paulus in den Sinn:

Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?

Der Apostel hatte damit den Gelehrten seiner Zeit die Grenzen ihres Tuns vor Augen führen wollen. Die simple Tatsache, dass der Mensch in seiner Unvollkommenheit sich eine eigene Weisheit schafft, die in den Augen der Ewigkeit, biblisch gesprochen: in den Augen Gottes, eben „Torheit“ ist, simpler Blödsinn. Wir Christen haben dazu einen ganz treffenden Witz, der angeblich aus Irland stammen soll: „Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähle Ihm von deinen Plänen.“ Oder von deinen Gender-Studies.

Aber, wie Shakespeare schrieb: „Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode.“ Das „Dekonstruieren“ der Realität, das systematische Zerstören der Fundamente nicht nur unserer, westlichen Gesellschaft und ihrer Eckpfeiler („Hassrede“-Gesetze gegen freie Meinungsäußerung etwa) sondern der konkreten, wahrnehmbaren Realität menschlichen Lebens hat gerade erst Fahrt aufgenommen. Ein weiteres Beispiel ist das „Islam ist Frieden“-Dogma, das unser Land überzieht. Gegen jede faktenorientierte Wahrnehmung wird dieses Dogma durchgepeitscht mit finsterer, inquisitorischer Energie und Strenge. Torquemadas verbissene Nachfolger registrieren genau, wer diesen Glaubenssatz mit Fakten wiederlegen will und töten dann gnadenlos die Reputation, Karriere und soziale Vernetzung dieser Sünder. Nicht etwa, dass es keine Bombenanschläge mit Kochtöpfen, zerhackte Soldaten in London, ehrengemordete Frauen in Berlin (Hatun Sürücü), erschossene, jüdische Kinder in Toulouse und brennende Kirchen in Nigeria zur höheren Ehre des Islam gäbe. Nur blendet die „Islam-ist-Frieden“-Alltagsreligion solche Fakten ebenso souverän aus, wie die Genderistinnen die physiologischen Geschlechtsmerkmale der Angehörigen des „homo sapiens“ ausblenden. Das heisst übrigens „denkender Mensch“ und da habe ich dann bei Genderisten, Islamophilen und vielen anderen Realitätsleugnern dann doch meine Schwierigkeiten, mir vorzustellen, ob und wie diese Leute denken.

Also: ich bin jetzt bei meiner Hauptthese angekommen. Die Religion, die intolerante, keine Kritik und schon gar keinen Widerspruch duldende Religion des Mittelalters, feiert fröhliche Urständ. Heute als „Klimawandel+Gender+Islam=Frieden+…“ – Political Correctness – Ideologie getarnt. Es ist nur noch zum Teil die Kirche (speziell weite Teile der EKD), die diesen neuen Glauben propagieren. Heute tut dies auch die weitgehend gleichgeschaltete Medienlandschaft, die Bildungslandschaft, die Politik (von Schwarz bis Grün ist heute kaum noch ein Unterschied in diesen Dingen auszumachen) und sogar die einstmals vielgescholtenen Stammtische. Sagen Sie heute mal in ihrem Lieblingscafé (die traditionelle Eck-Kneipe ist zumindest in meiner Stadt so ziemlich ausgestorben), dass Sie weite Teile des sog. „Wissens“ über den Klimawandel für Hokuspokus mit der geistigen Tiefe von Horoskopen halten. Ein Sturm der Entrüstung wird losbrechen und Sie werden froh sein, wenn Sie mit dem Leben davonkommen. Alltagsinquisition, da muss sich die Torquemada-Maschine der linken Medien nicht mal mehr besonders anstrengen. Die Lemminge sind bereits so gut erzogen, dass sie sich selbst von der Klippe stürzen werden, wenn die neuen Priester sie dazu auffordern werden.

Was also wird demnächst dekonstruiert werden, welche evidente Realität werden uns die neuen Hexenpriesterinnen noch zu leugnen zwingen, oder es zumindest versuchen ? Ich mache ein paar Vorschläge:

  1. Die Menschheit hat lange geglaubt, die Erde sei eine Scheibe. Alle, die dies hinterfragen wollten, hatten über Jahrhunderte hinweg größte Schwierigkeiten, ihre Thesen öffentlich zu machen oder überhaupt zu überleben. Wie wäre es nun, wenn die neue Zeitgeist-Religon der politisch Korrekten uns wieder ins „Scheibenland“ zurückführte ? Wäre das nicht konsequent ?
  2. Da ist auch diese leidige Sache mit dem Solarzentrismus. Würde es vielleicht den Zeitgeist-Priestern wieder gefallen, die Erde zum Mittelpunkt der Welt zu machen, um den ein „Firmament“ nur herumgezogen wird ? Dann könnte man die gesparten Gelder für Astronomie-Forschung und Weltraum-„Abenteuer“ nämlich schön in noch mehr „Gender-Studies“ investieren. Cool. Und das sogar ganz unabhängig von der Tatsache, dass die „ungläubigen“ Norweger gerade erst damit aufgehört haben „Gender“ – Forschungen öffentlich zu fördern.
  3. Und diese eklige Schwerkraft. Klebt an uns wie Kaugummi an der Sohle und hält uns am Boden gefangen ! Sind wir nicht alle „schwebende Geisterinnen aus Licht“ ? Da muss doch etwas zu machen sein. Da muss man doch die Körper vom schrecklichen Würgegriff dieser vermeintlichen Urkraft befreien können. Ich schlage einen Fachbereich für „Gravitation-Studies“ an allen größeren Universitäten vor. Wir fangen auf jeden Fall mal damit an, dass wir die Schwerkraft vom wunderbaren, weiblichen Geschlecht befreien. Beantragen wir bei der Dudenin die Änderung des Geschlechtes in „der Schwerkraft“. Damit auch endlich mal klar ist, warum wir auch alle zwei Jahre die meteorologischen Tiefs von ihren weiblichen Namen emanzipiert haben.
  4. Die Jahreszeiten haben es mir auch als mögliche Objekte einer Dekonstruktion angetan. Sommer, Winter, Frühjahr und Herbst sind ja, der Klima-Erwärmung sei Dank, sicher bald ohnehin nur noch Erinnerungen aus Märchenbüchern. Das ist doch mal ein Ansatz. SCHAFFEN WIR VIVALDI AB ! Und das ist nur der Anfang. Seine „vier Jahrezeiten“ werden einfach umbenannt in „Sommer 1, Sommer 2, …“ Wenn man selbst Kinderbücher wie Pippi Langstrumpf o. ä. politisch korrekt umschreiben kann, muss das auch mit anderen Kunstwerken möglich sein. Der“Mann mit dem Goldhelm“ ist natürlich „der Mensch mit glänzendem Kopfputz“ („Helm“ ist viel zu militaristisch) usw. Machen wir uns also auf die Jagd nach den „diskriminierenden Kunstwerken“ und, so wir Muslime sind, dürfen wir sie ganz sicher im Bamiyan-Style dann auch vernichten und nicht nur dem Zeitgeist anpassen.
    Ach so, die Freude an der Hexenjagd ging gerade mit mir durch, so dass ich die Jahreszeiten fast zu Gunsten der „Säuberung“ unserer Kunst in den Hintergrund gedrängt hätte. Also, es gibt einfach keine Jahreszeiten mehr. Wenn es dennoch, wider Erwarten, mal im Winter schneien sollte und die Erderwärmung somit in Frage steht, dann erklären wir dies als Spätfolge der Erwärmung, die sich sicher noch geben werde. Wo wir sind, ist vorne, wenn wir hinten sind, ist hinten vorne !
  5. Und dann noch diese Annahmen, dass Wasser nass sei, die Sonnenstrahlen Wärme (und nicht etwa nur erneuerbare Energie) verbreiten, der Himmel oftmals blau sei und Bananen gelb und krumm daherkommen. Das Letztere ist purer Phallozentrismus und muss unbedingt bekämpft werden. Kann man vielleicht eine EU-Verordnung gegen diskriminierende Lebensmittel veranlassen ? Ich denke, dass müsste realistische Chancen auf baldige Umsetzung haben.

So, damit überlasse ich Sie, liebe Leserinnen (Sie erinnern sich: Gender – Study – correct gibt es gar keine Männer !) wieder ihren nichtdiskriminierenden Alltagsbeschäftigungen. Hoffentlich werden Sie dabei von keiner „Nicht-Vagina-Frau“ gestört, die so etwas wie Fussball im TV gucken will.

Ihre

Kassandra Pugatshowa

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Ein Kommentar zu “die „Weisheit der Welt“…

  1. Kassandra Pugatshowa
    14/07/2013

    Irgendwo hab ich gehört, man müsse das letztlich die Genderistinnen motivierende Ziel noch deutlicher benennen. Es ist die Abschaffung des Mannes als solchem. Trotz des Pseudopostulats, dass es keine Geschlechter gäbe, wollen diese Kreise eben doch alles „feminisieren“. Das läuft dann wohl unter dem Namen der „Gerechtigkeit“. Au Backe. Wer so etwas nötig hat, ist eigentlich nur noch erbärmlich. Man müsste diese Damen eigentlich bedauern, wenn sie nicht bereits dabei wären, unsere Umwelt massiv umzugestalten. Krieg ist Frieden, Sklaverei ist Freiheit und Männer sind Frauen. Ich schätze Orwell hat nicht mal in seinen schlimmsten Alpträumen so weit gedacht.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 13/07/2013 von in Zustand der Nation und getaggt mit , , .
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