Kassandrenrufe

"connecting the dots" – für mündige Bürger

Rezepte für eine erfolgreiche TV-Serie (nicht nur in den USA)

Anknüpfend an meine Anmerkungen zur Fernseh-Unterhaltung, made in Europe and USA, habe ich viele Gespräche geführt, nachgedacht und auch das TV-Programm (sowie manchen Kinofilm) noch genauer unter die Lupe genommen. Hier nun in komprimierter Form noch einmal ein paar Grundregeln dafür, in welchem Rahmen Serien-Unterhaltung in der Flimmerkiste scheinbar stattfinden muss.

fernseherGanz gleich ob Science-Fiction, Gefühlsdrama, Arzt- oder Familienserie, Krimi-, Humor- oder Actiongenre: wer heutzutage, speziell in den US-Kabelkanälen und bei den networks dort drüben, einen Serienerfolg landen will, muss einige Grundregeln einhalten, ob er will oder nicht. Ob man sie „policital correctness“ nennt, oder einfach das „Korsett“, aus dem man nicht ausbrechen darf, ist dabei selbstverständlich gleichgültig. Auch hierzulande gilt leider Ähnliches. Wir können uns also das indignierte Kopfschütteln verkneifen. Also: was sind die „MUST“-Faktoren, die seit einigen Jahren die US-Serien- (und teils auch Kino-) Welt definieren ? Ich werde gleich, von meinem oben verlinken Artikel ausgehend, ein paar Anweisungen formulieren, zwar ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber mit einem geradezu inhumanen Absolutheitsanspruch:

  1. HOMOS RULE ! Bringe in deinem Projekt so viele homosexuelle Charaktere unter, wie nur irgend hineinpassen. Möglichst ein paar schicke, junge Lipstick-Lesben und ein paar hochkultivierte Männer. Ob das für die Entwicklung der wichtigsten Handlungsstränge notwendig ist, oder nicht, darf dabei keine Rolle spielen. Hauptsache du beugst auf diese Weise möglichen Diskriminierungs-Klagen vor. Denn die LSGB-Verbände klagen gerne mal und bekommen immer öfter Recht. Fazit: die Abwesenheit von „Lesben, Schwulen, Gendergewechselten und Bisexuellen“ im öffentlichen Raum und in irgendeiner Form ist selbstverständlich eine bewusste und bösartige Diskriminierung. Das darf durch die Kunst in keiner Weise unterstützt werden !
    Beispiele: „Grey´s anatomy“, „Ray Donovan“,
  2. CHRISTIANDOM SUCKS ! Stelle Christen IMMER und IN JEDEM FALL als fanatische, engstirnige Irre dar, die „modernen“ und „liberalen“ Mitbürgern den Spass an irgendetwas verderben wollen. (Auch die Werte dieser Kreuzler sind natürlich pfui – pfui, aber das könnte ein eigener Unterpunkt werden…) „Biblethumpers“ (am. Englisch, etwa soviel wie „Bibel-Drücker“) sind natürlich gegen die Homo-Ehe, gegen die Resozialisation von Vorbestraften, gegen Buddhismus, Judentum und Islam, gegen Sex vor der Ehe, gegen Methadon-Projekte, …. Verlängern Sie die Liste nach Belieben und ganz nach der letzten US-Serie, die sie gerade konsumiert haben.
    Diskriminieren können Sie Christen dabei allerdings nicht, da machen Sie sich mal keine Sorgen. Drücken Sie ruhig ordentlich auf die Tube, um es diesen „Ewiggestrigen“ zu zeigen ! Die klagen nämlich nur selten und wenn ja, dann erfolglos.
    Beispiele: „Grey´s anatomy“, „under the dome“, „orange is the new black“
  3. CHURCH IS EVIL ! Im engen Zusammenhang mit dem letzten Punkt steht natürlich die goldene Regel, dass „Kirche“ (speziell zumeist die katholische Kirche aber jede andere kann auch dafür herhalten) ein Verein von Lügnern, Heuchlern und ganz besonders: von Kinderfickern ist ! Da tummeln sich finstere Bänker im Vatikan, Kinderschänder in JEDER Gemeinde und reaktionäre Geheimbündler in allen Diözesen von Rom bis Alaska. Das ist ja nun „Allgemeinwissen“, nicht wahr ? Und deshalb müssen sich diese „sozialen Verhältnisse“ natürlich auch in „modernen“ TV-Formaten widerspiegeln.
    Übrigens: auch die Kirche klagt praktisch nie wegen Diskriminierung. Hauen Sie also ordentlich den Lukas (oder Matthäus, Johannes, Markus…) !
    Beispiele: „Ray Donovan“,
  4. GERMANY IS THE LAST CIRCLE OF HELL ! Alle „Superschurken“ sind Deutsche, lieben Deutschland, sprechen Deutsch, mögen Deutsche Komponisten, legen ihr Geld auf deutschen Banken an, fahren deutsche Autos, etc. Deutschland ist per se „merkwürdig, sinister, abgründig, unverständlich, bösartig und korrupt“.  Fügen Sie noch einen „finsteren Märchenwald“ hinzu, und sie haben die perfekte Kulisse für „Deutschland“. Wagen Sie es hingegen NIE, einen Antagonisten auch nur ein amerikanisches Auto fahren zu lassen, oder in einem US-Schnellimbiss zu essen. DIE sind immer in europäischen Nobelrestaurants und fahren BMW.
    Auch hier wieder gilt: es wird keine Klagewelle wegen diskriminierender Darstellung geben. Deutsche haben kein Rückgrat, auf denen darf man ungestraft herumtrampeln und dabei auch noch Geld von ihrer Filmförderung einstecken. Also: Viel Spass beim Erfinden neuer Nazis, intriganter Bänker etc.
  5. SEX SELLS ! Die Zeiten, in denen speziell die USA das „Land der Prüderie“ waren, sind vorbei. Zeigen Sie nackte Haut, lassen Sie Ihre Figuren bei jeder (auch unpassenden) Gelegenheit sexuelle Anspielungen der am wenigsten subtilen Art und Weise machen und im Notfall, lassen Sie vögeln, vögeln, vögeln ! Auch hier wieder spielt eine mögliche, „harmonische“ und sinnvolle Einbindung in den Handlungskontext keinerlei Rolle. Hauen Sie auf den Putz, vor allem, wenn Sie für US-Kabelsender schreiben oder produzieren. Schlimmstenfalls können Sie damit heute noch ein paar Christen oder Kirchenverbände gegen sich aufbringen. Aber, was von denen zu halten ist, haben wir ja schon in den Punkten 2 und 3 abgehandelt.
    Beispiele: die ganze „Spartakus“-Reihe („gods of the arena“ und die Staffeln 1-3), „boardwalk empire“,
  6. ISLAM IS TABOO ! Diese Regel ist etwas neuer noch, als die anderen. Während bis etwas 2006 (2. Staffel von „sleeper cell“) Muslime durchaus noch in den Kreis möglicher Täter in Krimi- oder Action-Serien einbezogen werden durften, ist das heute in „Obamerica“ ein absolutes „no-go“. Egal, was immer draußen in der Welt auch vorgeht (Stichwort: „Schnellkochtöpfe“, „Lee Rigby“ oder „zehn Bomben auf indischen Buddhisten-Tempel„), im TV gibt es keine Terroristen mit Zottelbart und Kopfwindel mehr ! Merken Sie sich das, sonst wäre das „nicht hilfreich“ ! Basta !
    Denn hier müsste mit mehr als nur Klagen gerechnet werden. Wie gesagt: fragen Sie Kurt Westergaard oder Salman Rushdie. Und lassen Sie niemals jemandem mit einem Hackebeil in Ihre Nähe oder Ihre Wohnung…
  7. PANTA REI ! Alles fließt ! Deshalb u. a. gilt die Regel Nr. 2. Der Umkehrschluss aus Regel Nr. 7 ist demnach: „Konservative“ sind böse, böse, superböse und eigentlich verkappte Nazis ! Republikaner, Bischöfe, Abtreibungsgegner, patriotische Spitzensportler, NASCAR-Fans, standesbewusste Offiziere, Ned Flanders, …. puh, ich komme ganz außer Atem vor lauter Leuten, die „gar nicht gehen“. Wer für die Verteidigung irgendwelcher, tradierter Werte einsteht, steht ja de facto dem „Fortschritt“ im Wege, der „Dekonstruktion“ alter Dogmen. Dies darf auf keinen Fall anders, als negativ konnotiert werden. Stellen Sie beispielsweise NIE einen sympathischen Abtreibungsgegner dar. Oder einen freundlichen „redneck“. Dies könnte dazu führen, dass Ihre Zuschauer ein differenziertes Weltbild aufzubauen beginnen, statt der geradezu vorschriftsmäßigen „Schwarz-Weiss“-Denke. Ab und an dürfen dann auch tatsächlich noch die obligatorischen Nazis hinterm Busch vorspringen.
    Beispiel: „die Simpsons“, „Grey´s anatomy“
  8. ÖKO IS SUPERGREAT ! Ganz unabhängig davon, dass die deutsche Solarbranche, die von Grünen großzügig mit Steuergeldern aufgepeppelt wurde, dennoch pleite ist, die sog. „Energiewende“ die kurz- und mittelfristige Versorgung der deutschen Industrie und Haushalte mit dauerhaft ausreichend zur Verfügung stehendem Strom gefährdet, der Strom dank Energiewende auch noch unbezahlbar wird, was die Industriearbeitsplätze gefährdet und die Windparks und Transferleitungen die Landschaft optisch verschandeln, haben ALLE diese Politik gut zu finden ! Nicht nur zu erdulden oder gar achselzuckend zur Kenntnis zu nehmen. DAS VOLK muss permanent seine demütige Zustimmung signalisieren, sowohl in England und den USA, als auch hier ! Das ist nicht verhandelbar ! Basta ! Kritische Fragen haben zu unterbleiben ! Dieser Direktive haben alle Sender, Filmproduzenten, Verleihfirmen und Schauspieler Folge zu leisten ! Bei Androhung von sozialer Ächtung und ausbleibender Filmförderung ! gez. der F…
  9. BUSINESS SUCKS, TOO ! Versuchen Sie, wann immer möglich, sinistre, übelwollende Business-People in ihre Projekte einfliessen zu lassen. Die Bänker mit den undurchschaubaren Welteroberungsplänen (im Vergleich zu denen ruhig ein Bond-Schurke aus den 70ern wie eine wohldurchdachte Charakterstudie wirken darf), der „böse“ Pharma-Manager, dessen Unternehmen die Umwelt verwüstet oder der notorische Versicherungs-Angestellte mit dem „abgelehnt“ – Stempel. Sie alle dürfen keinesfalls fehlen, wenn auch nur die geringste Chance besteht, dass man sich dadurch „antikapitalistisch“ positionieren kann. Woher das Geld für Ihr Filmprojekt kommt und ob damit auch Geld verdient werden muss, hat Sie nicht zu interessieren ! Bei Ihnen kommt das Geld vom Konto und der Strom aus der Steckdose (aber nur, wenn er „ÖKO“-Strom ist, siehe Punkt 8). Vor allem hierzulande zahlt ja die staatliche Filmförderung, was die Abhängigkeit von diesen „gierigen Bänkern“ vermindert. Halleluja. Ach, das hätte ich jetzt nicht sagen dürfen, (s. Punkt 2).
    Beispiel: Film „the international“, Tom Tykwer 2009
  10. SWEARING IS COOL ! Lasse deine Charaktere bei jeder möglichen Gelegenheit fluchen und eine höchst schmutzige und der Gosse entsprungene Sprache benutzen. „Fuck“, „Verdammt“, „Scheisse“, und noch mehr Ausdrücke aus der untersten Schublade (bevorzugt Fäkalausdrücke oder sexuell aufgeladene Sprache) müssen so oft wie möglich benutzt werden. Es gibt einen heimlichen „Fluch-Count“. Wer innerhalb einer gewissen Zeit nicht seine Quote erfüllt, kann sich als Schauspieler, Produzent oder Autor bereits beim JobCenter melden. Schon seit etwa 20 Jahren müssen vor allem die Protagonisten dieser Regel gehorchen. Man schreibe also UNBEDINGT entsprechende Dialoge und achte strengstens auf deren Einhaltung !!!

Puh, ich bin erstmal wirklich außer Atem. Sobald mir weitere goldene Regeln einfallen, lasse ich sie hier einfliesen. Dieser Artikel ist also ein „work in progress“. Deshalb nehme ich auch immer Anregungen entgegen, was für „goldene Regeln“ es sonst noch so gibt, die man beachten muss, wenn man ein Projekt ins TV oder Kino bekommen will.

Ich denke ernsthaft an das Verfassen eines Drehbuches über einen sinistren, katholischen Vatikan-Bänker, dessen lesbische Tochter sich der „occupy“-Bewegung anschließt, bevor sie im Showdown mit einem Nazi-Pharma-Schergen vom Rotor einer deutschen Windenergieanlage zerschmettert wird. Nicht jedoch, bevor sie zum Islam konvertiert und einen Priester, der ihren besten Freund missbraucht hat, „zufällig“ erschiesst, während dieser ein Lied von Rammstein singt und sie noch ein zwei mal „Fuck“ sagt…

Ihre

Kassandra Pugatshowa

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7 Kommentare zu “Rezepte für eine erfolgreiche TV-Serie (nicht nur in den USA)

  1. Mensch, da hat mich doch eine Freundin gerade erst gefragt, welche Serien man denn überhaupt noch gucken könne, die nicht so mit diesem „pc“-Kram überladen wären. Da musste ich tatsächlich lange nachdenken. Gerade die neueren Sachen haben zwar oftmals sehr gute Darsteller und brauchbare Handlungsbögen, aber diese „goldenen Regeln“ stören immer mehr meinen persönlichen Genuss. Also hier ein paar Hinweise:
    „boardwalk empire“
    hat zwar zuviel unnötigen Sex, gehört aber zum Besseren, was ich so in letzter Zeit gesehen habe. Etwas gewalttätig, aber wen das nicht stört …
    „Defiance“
    Wer SF-Serien mag, sollte der hier eine Chance geben. Zwar kommt die Show nicht ohne die „bisexuelle Prostituierte, der die Bar gehört“ aus, aber ansonsten ist es recht spannend.
    „Revenge“
    Sehr, sehr „soapy“, vor allem in der zweiten Staffel. Aber das „die Gräfin von Monte Christo“-Motiv kommt eben niemals aus der Mode. Außerdem bin ich von der bisher eher glanzlosen Emily van Camp positiv überrascht.
    „Rookie Blue“
    Zumindest, soweit ich es bisher gesehen habe, recht unspektakuläre, nüchterne Beschreibung des Alltags junger Polizisten. Angenehm.
    „Blue Bloods“
    Familien- und Polizeiserie, die wohltuend „altmodisch“ daherkommt. Klare Rollenverteilung (nein, nicht die Geschlechterrollen, nur die Charaktere), nur in einzelnen Folgen „politically correct“, für eine Serie auf einem großen Network schon fast überraschend brauchbar,
    „Bunheads“
    Wird wohl nach einer Staffel eingestellt. War sozusagen die „Resteverwertung“ der „Gilmore Girls“. Aber die Hauptrolle war angenehm natürlich, selbstkritisch und hatte lauter flapsige Sprüche auf Lager. Hätte eine Verlängerung verdient, die Quoten in den USA lassen es aber nicht zu.
    So, das waren mal ein paar Tips. Wenn mir mehr einfällt, schreibe ich einen neuen Kommentar.

  2. Und hier mein Teil zwei der Serien, die noch nicht mit Politik und Zeitgeist überfrachtet sind:
    „Arrow“
    Gutgemachte Action, leider mit einem extrem hölzernen Hauptdarsteller, ansonsten gut besetzt. Wer keine Berührungsängste vor den „klassischen“ Comichelden hat, wird hier vielleicht positiv überrascht, weil das „bunte“, das „lächerliche“ Element wegfällt.
    „Castle“
    Starke, selbstbewusste Polizistin trifft auf witzigen, phantasievollen Autoren. Das stimmt, die Dialoge sind oft lustig, selbst in der fünften Staffel noch. Der Ton ist leicht, die Kriminalfälle finster. Empfehle ich uneingeschränkt.
    „Hart of Dixie“
    Stadt-Tussi verschlägts aufs Land. Oder doch zumindest in eine winzige Kleinstadt im Süden der USA. Beziehungs-Comedy mit gutem Ensemble. Oftmals mit Hang zur „Seifenoper“, aber ohne jemals die Grenze zum „super-soapy“ zu überschreiten (ganz im Gegensatz zu „Revenge“ z. Bsp.). Gut !
    „Major Crimes“
    Nachfolger von „the closer“. Ohne die schrecklich hysterisierende Rolle von Kyra Sedgwick beginnt die Sache, wieder richtig gut zu werden. Die „Battlestar-Galactica“ Ikone Mary McDonell, bzw. ihr Charakter „Captain Raydor“, bringt einen anderen Ton und eine sachlichere Herangehensweise in die Show. Finde ich GUT !
    „Vegas“
    Hat leider nur eine Staffel erreicht. Knallharte „Retro“-Action mit dem Charme der frühen 60er. Klassische Themen, fast schon wie in der „schwarzen Serie“, elegante und durchtriebene Frauen, knallharte und rücksichtslose Kerle. Vielleicht etwas zu „old fashioned“, um heute noch Quoten zu kriegen. Schade !
    Wie gesagt, das sind alles subjektive Ansichten. Serien, die ich nicht kenne, kann ich auch nicht empfehlen. Serien, die hier nicht genannt werden, habe ich vielleicht gerade nur vergessen. Negativempfehlungen Marke „böse, böse, besser nicht gucken !“ gebe ich prinzipiell nicht. Jeder Zuschauer kann selbst beurteilen, wann er die Nase voll hat von bestimmten Dingen.

  3. Fritz
    10/07/2013

    Ein Grund weshalb so viele Schwuchteln im TV auftauchen ist: Mädchen mögen Tucken, bzw. finden sie komisch. Deshalb ist bei Heidi Klum in der Jury immer eine Supertucke, erst dieser Bruce und dann dieser Kubaner Jorge, der ständig in allen Talkshows nervt.

    Emily van Camp ist mir schon in Everwood aufgefallen, sehr, sehr attraktiv, spielen kann sie wahrscheinlich nicht, aber egal.

    Ich mag noch „The Middle“, läuft auf ABC und ist familientauglich.

    „Vegas“ kenn ich nur mit Robert Urich, apropos, bei Krimis mag ich auch die alten Serien wie Rockford, Columbo, Starsky und Hutch.

    • Ja, die Homo-Lobby braucht dringend Aufmerksamkeit und wie bekommt man die besser als im TV oder Web ? „The new normal“ sag ich nur. Keine Diskriminierung beabsichtigt, denn warum sollten Homosexuelle nicht im TV arbeiten, als Rollen in Serien herhalten usw. Nur der „Overkill“ nervt manchmal sehr. Wenn ich meinen Bekanntenkreis durchgehe finde ich vielleicht maximal 3 % Bi- und Homosexuelle. Die sind cool, selbstbewusst und nerven nicht ständig mit irgendwelchem Geschreie „Hilfe, wir werden diskriminiert !“ Im TV riecht man aber die permanente Politik hinter dem „Homo-Overkill“. Das ist sogar vielen Schwulen und Lesben nur noch peinlich oder zumindest finden sie´s langweilig. Da habe ich dann eben auch angefangen, nachzudenken.
      Emily van Camp kenne ich auch von Everwood her, aber da fand ich sie eben todlangweilig und dröge. Sogar Gregory Smith, der notorisch mürrisch dreinschauende Jung-Protagonist, kam da noch lebendiger rüber. Jetzt ist dieser übrigens bei „rookie blue“ gelandet und da ist er etwas besser als damals in Everwood. Frau van Camp hat schon etwas an schauspielerischer Statur gewonnen durch „Revenge“, finde ich. Vielleicht ist sie noch keine superwandelbare Theater-Darstellerin, aber immerhin auf dem Weg, sich etwas mehr Möglichkeiten zu erspielen. Warum auch nicht.
      „Vegas“ lief dieses Jahr auf CBS und der gute, alte „the shield-Mackey“ Michael Chiklis war dabei der Edel-Mafioso mit dem großen „Plan“ für die Stadt. Hat wohl in Amiland niemanden vom Sessel gehauen, ich fand´s aber gut. Sein „guter“ Gegenpart war Dennis Quaid, der vielleicht etwas unter seinen Möglichkeiten blieb. Und die „Matrix“-Ikone Carrie-Anne Moss war auch noch dabei…was wollen die eigentlich noch ? *g*
      YEAHHHHHHHHHH ! The Middle ! Läuft auf ZDF-neo am Mittwoch spätabends nach „the big C“ (öde) ! Sue Sue Heck ist einfach super enthusiastisch, aber dämlich. Gefällt mir. Und der Hausmeister von „scrubs“ ist auch noch dabei. Ein kleines, leckeres TV-Bonbon. Brooke Shields als Proll-Nachbarin ist ein klasse Gelegenheits-Gag. Also:
      auf eine tatkräftige Erinnerung hin empfehle ich also auch: THE MIDDLE ! (Mittwochs, nach „the big C“ auf ZDF-neo)Kleinstadtleben im US-„Niemandsland“ zwischen den Küsten.

  4. Fritz
    11/07/2013

    Bei „The Middle“ sind außerdem dabei: die Frau von Raymond, der Anwalt aus Scrubs, die Mutter von Malcolm, der Page aus „30 Rock“(sehr gute Serie mit Tina Fey), der Psychiater aus King of Queens.

    • YEAH ! Super zusammengefasst ! Viele, weitere Gründe, warum man „the Middle“ unbedingt mal probieren sollte, wenn man gute, harmlose, wirklich lustige Familienunterhaltung mag. So wie ich. 🙂
      „30 Rock“ hab ich sowohl in Englisch als auch in der Übersetzung auf „ZDF-neo“ gesehen. Im Original kommt der Wortwitz natürlich besser und die Serie ist eben viel zu „spezifisch amerikanisch“, um in ihren Details, die da auf die Schippe genommen werden, wirklich in Deutschland verstanden zu werden. Tina Fey ist aber trotzdem super, da will ich gar nicht widersprechen. Ihre Figur „Liz Lemon“ wird wohl irgendwie in die TV-Geschichte eingehen.
      Mir fällt übrigens noch eine gute Show ein, die man sich guten Gewissens antun kann: the following. Finster, brutal, am Ende der ersten Staffel dann vielleicht etwas zu vorhersehbar, aber dennoch gute Unterhaltung. Hält den Zuschauer in Atem, lässt miträtseln, wohin das Ganze dann gehen soll. Vielleicht sollte an der Charakterentwicklung noch etwas „gefeilt“ werden, aber wenn die weitergeht, können sich Autoren und Produzenten ja daran austoben.

  5. Da kam ich doch unlängst dazu, einen Blick auf die hochgejubelte Serie „orange is the new black“ zu werfen. Eine Art „hinter Gittern“-Knastlesben-Serie, die angeblich auf einem realen Fall basiert. Und, als ob die Leuts in den USA tatsächlich meine „golden rules“ gelesen hätten, ist die am unsympathischsten dargestellt Person, mit der kein Zuschauer die geringste, positive Verbindung aufbauen kann, eine Christin. Ihr aggressiver Ton, ihr „Meth-head“-trailer-park-Look und das permanente Beschweren über irgendwas lassen sie genau zu dem miesen „Hindernis“ werden, das dem „Glück und Wohlergehen“ der Hauptcharaktere im Wege steht. So ist es im „inoffiziellen“ Regelbuch wohl vorgesehen. Bibel-orientierte Christen, die noch dazu nicht zu allem die Schnauze halten und sich von jedermann rumschubsen lassen, sind wohl heutzutage tatsächlich ein gesellschaftliches Hindernis fürs „Nirwana“ unserer haltlosen Eliten. Kotzt mich an, vor allem, weil es so vorhersehbar ist.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 09/07/2013 von in Kultur und getaggt mit , .
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