Kassandrenrufe

"connecting the dots" – für mündige Bürger

der tiefe Fall des Barrack Hussein Obama

Was haben wir uns nicht gefreut, als Barrack Obama 2009 auf seiner „change“-Welle ins Weiße Haus gespült wurde. Wir Europäer wollten ja so verzweifelt ein „anderes Amerika“ erkennen. Nun, wir haben einen „Wechsel“ bekommen und das „andere, neue Amerika“ sieht irgendwie nicht besser aus, als das „alte“, das ist mittlerweile offensichtlich.

barack-obama-kiffer-koenig-obama-329029_eLiebe Leser, Sie wissen es alle: ich schreibe hier von einem sehr persönlichen Standpunkt aus. Deshalb beginne ich mal wieder mit einem persönlichen Rückblick: Im Jahre 2008 empfand ich es als eine schöne Geste des Respekts, als eine „Verbeugung“ vor der kulturellen Verbundenheit und Tradition, als der „Noch-nicht-Kandidat“ der Demokratischen Partei der USA für die Präsidentschaftskandidatur hier in Deutschland, vor der Berliner Siegessäule eine programmatische Rede hielt. Strahlender Sonnenschein, ein erwartungsfrohes, begeisterungsfähiges Publikum (das zu 99 % einem deutschen Politiker nicht einmal 10 % der gleichen Verehrung zu Teil hätte werden lassen) und der Hauch von neuem Politikstil, der über die Massen hinwegwehte. Es war einfach nur schön. Zu schön, um wahr zu sein.

Was hatten die Medien nicht alles über den abtretenden „Kriegspräsidenten“ George W. Bush im Vorfeld herniederprasseln lassen. Häme war zur allgemeingültigen Form des Umganges mit der Bush 2 – Administration geworden. Sowohl in den USA, als auch hierzulande. Die Bushs seien zu eng mit den Saudis verbandelt (was stimmt), Bush-junior sei ein intellektuelles Leichtgewicht (was auch stimmte), welches sich fest in den Klauen sog. „Falken“ befände, die außenpolitisch alles in „Rambo-Manier“ plattmachen wollten, was sich an internationalen Konflikten auftäte (was nicht stimmte). Guantánamo, die nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen im Irak, die nichtendenwollenden Kriege in Afghanistan und dem Irak, Wirtschaftsprobleme und Sicherheitslücken: alles wurde von den Medien und ihren willfährigen Claqueuren dies- und jenseits des „Großen Teichs“ der Bush-Regierung zugeschoben. Die zähneknirschende Anerkennung, die Bush ob seiner hemdsärmeligen „hands-on“-Einstellung nach dem 11. September 2001 noch genossen hatte, war schon nach wenigen Wochen verflogen. Es wurden Verschwörungstheorien gewoben, Bush mit fundamentalistischen Christen in Verbindung gebracht, die angeblich einen „Kreuzzug“ zur Eroberung der Welt planten (was in mehr als einer Hinsicht absurd ist und nicht stimmt) und von den Medien ein Klima des „wir wollen ihn loswerden“ initiiert, das den damaligen Präsidenten in den letzten Monaten seiner Amtszeit zu einer „lame duck“ machte.

Und dann kam da diese scheinbar völlig andere Politikergenaration mit Turbo-Speed nach oben. Allen voran dieser afro-amerikanische Senator aus Illinois namens Obama. Ein Anwalt. Ein Anwalt der Schwachen, wie wir glauben wollten, einer, der sich „nach oben gearbeitet“ hat, statt nur wie Bush junior einen Namen zu erben. Ein Demokrat, was ja in unserem Lande immer als gleichbedeutend mit „Äquivalent zur SPD, vielleicht gar grün“ angesehen wird. Zu Unrecht, weil es extrem konservative Südstaaten-Demokraten gibt, die alles andere als labbrige Apparatschiks wie Sigmar Gabriel sind oder fanatische Linksradikale wie Hans-Christian Ströbele. Aber das alles wollen wir ja gar nicht wissen. Wir wollten vor allem 2008 einfach nur FÜHLEN ! Wir wollten Amerika „wieder lieb haben können“ und da kam uns Barrack Hussein Obama gerade recht. Wir Europäer hatten ihn sogar so lieb, dass wir ihm den Friedensnobelpreis verliehen, noch bevor er irgendetwas im Amte getan oder geleistet hatte, was auch nur annähernd eine Rechtfertigung für diese Ehre hätte sein können. Vorschusslorbeeren sind aber eine gefährliche Sache. Niemand, schon gar kein Politiker, kann ihnen wirklich gerecht werden. Das hatten wir vergessen. Und werden seitdem schmerzhaft immer wieder daran erinnert.

Und so regten sich also auch bei mir erste Zweifel irgendwo zwischen der Wahlnacht und der Verleihung des Friedensnobelpreises. Solche Gefühls-Bekundungen wie die Euphorie-Welle, auf der Obama ins Weiße Haus geritten ist, schalten gar zu oft die realistische Fähigkeit zur Situationsanalyse aus. Allzuviele Amerikaner haben, so stellt es sich auch heute, in seiner zweiten Amtszeit dar, die „Hautfarbe“ gewählt und nicht die Inhalte, die der Kandidat vertritt. De facto gesehen, haben die USA also eine Wahl nach Aussehen getroffen. In einem Land, in dem Rassismus geächtet werden soll, eine fatale Entscheidung. Ein realistischer Gegenkandidat vor der Wiederwahl Obamas wäre wohl nur ein afro-amerikanischer Republikaner mit Latino-Großvater gewesen, :-), aber über den verfügte man nicht. Oder er hatte keine Lust, in eine sich abzeichnende Niederlage zu rennen, wer weiß. Latinos, Afro-Amerikaner, Alt-Liberale, Hollywood-Akteure von vor und hinter der Kamera, alle wollten und wollen Obama, ganz gleich wie es in ihrem Land aussieht. Denn er ist ja so „cool“. Ach, ja, wenn „coolness“ ein Land voranbringen würde, dann sollten wir Deutschen vielleicht tatsächlich Udo Lindenberg oder Martina Gedeck ins Bundeskanzleramt wählen. Weiterhelfen würde das Deutschland aber auch nicht. Ebensowenig wie Obama den USA geholfen hat.

Nun, immerhin hat er dabei mitgeholfen, die Staatsfinanzen endgültig zu zerrütten. Wie die Massenmedien es dann noch in seiner ersten Amtszeit geschafft haben, den damals noch von den Republikanern kontrollierten Kongress dafür verantwortlich zu machen, ist eine Propagandaleistung, die vermutlich selbst Stalin und Goebbels vor Neid in der Hölle erblassen lässt. Auch die seit Jahren in Aussicht gestellte Schließung des Hochsicherheits-Gefängnisses „Guantánamo“ auf Kuba lässt auf sich warten. Nicht, dass ich persönlich daran ein Interesse hätte. Diese Ferienanlage für Hardcore-Islamisten (es sind erst unlängst Berichte über Vorzugsbehandlungen von Häftlingen, „kultursensiblen“ Umgang mit islamischen Gebetsritualen etc. bekanntgeworden) hält wenigstens ein paar der absolut irrsten Christenmörder, Frauenschläger, Hassprediger, Massenvergewaltiger und „Warm-Abriss-Spezialisten“ zeitweilig davon ab, ihrem derartigen Tagwerk nachzugehen. Von mir aus können sie dort verrotten, wenn ich ehrlich bin. Sie selbst würden sogar wahrscheinlich eine „win-win“-Situation darin erkennen, einfach kurz und bündig erschossen zu werden. Die Welt ist ein paar unverbesserliche Plagegeister los und sie selbst haben ihre 72 Jungfrauen.

Aber zurück aus dem Reich der Spekulation zum „konkreten“ Obama. Selbst der linke, deutsche Mainstream zögert mittlerweile dabei, ihm weiterhin zu Füßen zu liegen. Nicht nur bei mir hat sich also Ernüchterung breit gemacht. Wenn auch zugegeben bei mir schneller, als bei anderen, ehemaligen „Obamisten“. Dies gilt übrigens bis tief in kirchliche Kreise hinein, aber das wäre eine andere Geschichte. Noch vor etwa einem Jahr konnte jemand, der offen z. Bsp. die Muslimbruder-freundliche Außenpolitik Obamas anprangerte, selbst unter konservativen Christen in Deutschland damit rechnen, ein „Rassist“ genannt zu werden (ist mir passiert). Heute weigern sich zwar noch immer viele von unseren Massenmedien eingelullte Zeitgenossen, den Zusammenhang zwischen Steinzeit-Islam in Tunesien, Libyen und Ägypten, den Muslimbrüdern und der US-Außenpolitik zu erkennen, aber es gibt Risse in der Mauer aus Ignoranz und Überheblichkeit. Angesichts der Ermordung des ehemaligen Botschafters der USA in Libyen, der Massenproteste gegen die von den Verantwortlichen forcierte Islamisierung in der Türkei und Ägypten, beginnen sich selbst bei bisher eher von Obama begeisterten Zeitgenossen, die Augen zu öffnen. Die Todesfatwa etwa gegen den Deutsch-Ägypter Hamad Abdel-Samad, der durch seine im TV dokumentierten Touren mit Henryk M. Broder bekannt wurde, hat auch den ein oder anderen „Hardcore“-Linken irritiert. Vor der Erkenntnis, dass Mursi-Ägypten sich auf dem Weg zurück in das mittelalterliche Kalifat befindet (Anm. 2015: bitte beachten Sie das Datum dieses Beitrages, ich weiss, dass heute General al-Sisi in Ägypten regiert) zum Einsehen, dass Obama persönlich mit seiner Kairoer Rede 2009, bei der er ausdrücklich die Muslimbruderschaft in der „ersten Reihe“ dabeihaben wollte und sie somit wieder salonfähig machte, die Steine dafür ins Rollen brachte, ist kein weiter Weg mehr. Die meisten Ägypter wissen immerhin sehr wohl, dass Obama mit der Muslimbruderschaft unter einer Decke steckt. Dieses Wissen ist dort sozusagen Allgemeingut.

Dass darüber natürlich auch das Verhältnis der USA zu Israel gleich mit zerrüttet wurde, das nahm und nimmt Obama gerne in Kauf. Ob der Außenminister nun Clinton oder Kerry heisst, ist dabei egal. Israel steht nicht mehr unter dem Schutz der USA, wo es sich prächtig entwickelte und vor allem: wo es überlebt hatte. Angesichts des radikalen Umschwungs in der US-Außenpolitik unter Obama ist Israel nur noch ein Störfaktor für die komplette Islamisierung des Nahen Ostens und genauso behandelt man in Washington dann auch Staatgäste aus Jerusalem und Tel Aviv. Sie sind nur noch lästig. Man redet überhaupt nur noch mit ihnen, um die letzten, linksliberalen, jüdischen Wähler in den USA nicht völlig von der demokratischen Partei zu entfremden. Dass Israel sich vor diesem Hintergrund eine größere, außenpolitische Flexibilität erarbeiten musste, war unvermeidlich.

Nun, immerhin hatte Obama noch einmal vor, sich in Berlin etwas „Rückenwind“ zu verschaffen. Im Juni 2013 kam er noch einmal als Staatsgast in die deutsche Hauptstadt und wollte ein wenig von der alten „Magie“ aufleben lassen, die er 2008 noch ausstrahlte. Aber das Amt hat hart an ihm gewirkt. Jahre vermeintlicher Realpolitik anstatt von irrationalen Hoffnungen und blumigen Versprechungen haben auch an ihm gezehrt, aber vor allem hatten sie an seinem Image unter den ehemals begeisterten Medienvertretern deutlichen Abbruch getan. Einerseits schottete sich der Präsident in Berlin dermaßen ab, dass er nur innerhalb eines Radiusses von wenigen Hundert Metern (Potsdamer Platz, Brandenburger Tor, Reichstag) überhaupt unterwegs war und selbst bei seiner Rede von einer Scheibe aus kugelsicherem Glas von den (ausschließlich geladenen) Gästen getrennt war. Das war doch ganz anders als noch 2008 und er hätte es im Voraus wissen müssen. Geschichte wiederholt sich nicht, auch Stimmungen kann man nicht willkürlich zurückholen. Andererseits waren auch die Medien nicht mehr so uneingeschränkt begeistert wie noch bis etwa 2010. Die linken Journalisten werfen ihm noch immer das Aufrechterhalten von Guantánamo vor. Konservative Medien beklagen, dass seine Regierung sich mit Dingen wie der Homo-Ehe und der Legalisierung von Latino-Wirtschaftsflüchtlingen befasst, statt wirtschaftspolitische Akzente zu setzen und seine Außenpolitik einer rationalen „Aufwand-Nutzen“-Analyse zu unterziehen. Nun, immerhin gilt weiter: nur wer nix macht, macht auch wenige Fehler.

Für mich persönlich gilt jedenfalls auf der anderen Seite: eine tiefe Ernüchterung über die „Obamania“ ist bereits seit Jahren einer tiefen Besorgnis darüber gewichen, dass diese Administration Fehler macht, deren Konsequenzen spätere Generationen auf der ganzen Welt werden ausbaden müssen, während sich Herr Obama dann später gemütlich zurücklehnt und sich ab und an zu gutbezahlten „Vorträgen“ über seinen „Change“ einladen lässt. Für mich als Europäer ist ja weniger die Innenpolitik der USA, als vielmehr die Außenpolitik interessant. Genau da aber sehe ich die Gefahren lauern. Genau da hat Obama in geradezu naiver Willkürlichkeit (oder böser Absicht, aber darüber möchte ich an dieser Stelle nicht spekulieren) Eckpfeiler eingerissen, die man vermutlich nie mehr wird wiederaufbauen können. Das könnte dann wohl auch das fatale Erbe seiner zwei Amtszeiten sein.

Also, richten wir uns auf eine „schöne, neue Welt“ ein, in der „schon alles gut werden“ wird. Die mit Obama sympathisierenden Medienschaffenden in Hollywood und in den diversen TV-Networks werden schon dafür sorgen, oder ?

Ihre

Kassandra Pugatshowa

P.S.: Ach, herrje. Freunde haben mich gerade daran erinnert, dass noch immer jede Form des „Obama-bashings“ von dümmlichen Ignoranten als „Rassismus“ betrachtet werden kann. Also, hier für alle, die es bisher nicht verstanden haben: mir sind Hautfarben tatsächlich gleichgültig, solange man keine Politik mit ihnen macht. Positiv oder negativ, so oder so, positiver oder negativer Rassismus: ich finds eklig und überflüssig. Um es für die Dauerpubertierenden, nie erwachsen werdenden Zeitgeist-Apologeten noch deutlicher zu machen: ich würde auch für einen blauhäutigen Alien vom Planeten „Zipp-Zapp“ stimmen, wenn ich der Ansicht wäre, dass dieses Alien die korrekten, mit meinen Beobachtungen und Lebenserfahrungen übereinstimmenden Ansichten hat und dementsprechende, politische Ziele vertritt. Vor allem, wenn ich mir von „Zipp-Zapponiern“ erhoffen würde, dass sie uns endgültig von den unerträglichen Merkels, Westerwelles, Gabriels, Roths, Gysis und Konsorten befreien würden. 🙂 Da dürften von mir aus haufenweise blauschimmernde Zipp-Zapponier im Bundestag sitzen. Oder im US-Kongress. Nur in Amiland dürfte das mit der Präsidentenwahl für sie schwieriger werden, da laut Verfassung ein Präsident dort auch geboren sein muss. Die müssten dort also auf die „zweite Generation“ von Zipp-Zapponiern warten.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 03/07/2013 von in Politik_allgemein und getaggt mit , , , .
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